Orlando Silva bleibt nach Korruptionsanschuldigen brasilianische Sportminister / Copyright: Agência Brasil

Orlando Silva bleibt nach Korruptionsanschuldigen brasilianischer Sportminister / Copyright: Agência Brasil

Nach einer Versammlung im Palast der brasilianischen Präsidentin, dem sogenannten Palast der Hochebene (Palácio do Planalto) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília entschied die Präsidentin Dilma Rousseff, dass Orlando Silva Sportminister Brasiliens bleibt. Silva wurde vorgeworfen, öffentliche Gelder des Programms Segundo Tempo („Zweite Zeit“) unterschlagen zu haben, das Nichtregierungsorganisationen Ressourcen zur Verfügung stellt, mit dem Ziel, Jugendliche zum Sport zu animieren. Silva hatte diese Vorwürfe bereits vor der Presse bestritten und die brasilianische Polizei sowie die Bundesstaatsanwaltschaft zu Ermittlungen in seinem Fall gebeten.

Der brasilianische Minister hob hervor, dass er der Präsidentin eine genaue Aufstellung der Fakten vorgelegt und alle Anschuldigungen widerlegt habe. „Es gab nie und es wird nie Beweise geben, weil die ganze Sache eine Verleumdung war“, so Silva. „Ich habe mich verteidigt, um meine Ehre und die meiner Familie zu schützen. Für mich ist es nicht akzeptabel, mit solchen Verdächtigungen zu leben.“

Silva bezeugte, dass die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff während seines gesamten Berichts ernsthaft und ruhig blieb. Außerdem gab sie bereits Vorschläge, wie die Arbeit im Sportministerium fortgeführt werden könne. Ein Großteil der Gespräche zwischen Rousseff und Silva war den Aktivitäten des Ministeriums gewidmet, so wie die Erfüllung der Aufgaben der brasilianischen Delegation bei den Panamerikanischen Spielen und die Vorbereitungen, die für den Besuch des FIFA-Präsidenten Joseph Blatter getätigt werden müssen. (ds)