Warnung vor Gesundheitsschädigung auf brasilianischen Zigarettenpackungen / Copyright: Brasilianisches Gesundheitsministerium

Warnung vor Gesundheitsschädigung auf brasilianischen Zigarettenpackungen / Copyright: Brasilianisches Gesundheitsministerium

Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Pan American Health Organization, kurz: PAHO) lobte Brasiliens Regierung für das am 15. Dezember 2011 in Kraft getretene Gesetz, welches das Rauchen in geschlossenen öffentlichen und privaten gemeinschaftlich genutzten Räumen untersagt.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff unterschrieb das Gesetz, welches Brasilien, laut der PAHO, zum größten Land der Welt macht, in dem alle Arbeitsplätze und öffentlichen Einrichtungen zu einer rauchfreien Zone erklärt werden.

Neben dem Rauchverbot in geschlossenen Räumen, verbietet das neue brasilianische Gesetz auch die Werbung für Tabak an den Verkaufsorten. Die Werbung in Publikumsmedien ist bereits seit mehreren Jahren nicht mehr zulässig. Des Weiteren werden die Tabaksteuern erhöht und Hinweise auf die gesundheitlichen Schädigungen müssen in noch größerem Umfang als bisher auf beiden Seiten der Zigarettenpackungen abgebildet werden.

Brasilien führte bereits in den 90er Jahren als zweites Land weltweit und in Lateinamerika als erstes Land Warnhinweise auf Zigarettenschachteln ein. Seit 2001 nehmen sie mit Fotos die vollständige Rückseite der Packung ein (siehe Abbildung).

Laut Dr. Mirta Roses, der Direktorin der PAHO, würden Länder zunehmend die schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden, die durch Tabakkonsum verursacht werden, ernst nehmen und Tabakkontrolle mehr und mehr zur Regierungssache erklären.

Neben Brasilien ergreifen weitere 14 amerikanische Länder, darunter Uruguay, Guatemala, Argentinien, El Salvador und Kanada, seit sieben Jahren Maßnahmen zur Durchsetzung von gesetzlich festgelegten rauchfreien Zonen. PAHO, die 1902 als Regionalorganisation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegründet wurde, ist in allen Ländern des amerikanischen Kontinents tätig, um die öffentliche Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen in diesen Ländern zu verbessern. (jv)