Der neue Präsident Paraguays, Federico Franco, verteidigt die Position des Landes bezüglich des Ausschlusses aus dem Mercosul / Copyright: Agência Brasil

Der neue Präsident Paraguays, Federico Franco, verteidigt die Position des Landes bezüglich des Ausschlusses aus dem Mercosul / Copyright: Agência Brasil

Bezüglich des letzten Mercosul-Gipfels, der vergangene Woche in Brasília stattfand, äußerte sich der paraguayische Präsident Federico Franco zu der Entscheidung der restlichen Mitgliedsstaaten (Brasilien, Argentinien und Uruguay), das Land vom Staatenbund bis zu den nächsten allgemeinen Wahlen Ende April 2013 auszuschließen. Mit dem Ausschluss Paraguays reagierten die Mitglieder des Mercosuls auf die Amtsenthebung des paraguayischen Präsidenten Fernando Lugo im Juni dieses Jahres. Das Ereignis wurde von den anderen südamerikanischen Staaten als verfassungswidrig eingestuft. Erst wenn die Demokratie im Land wiederhergestellt ist, könne Paraguay wieder am Mercosul teilnehmen.

Franco verteidigte sich, dass die Geschehnisse im Juni durchaus verfassungsgemäß gewesen seien. Die Autoritäten des Landes würden weiterhin Anstrengungen unternehmen, um so bald wie möglich wieder in den Mercosul integriert zu werden. Außerdem informierte das Außenministerium Paraguays darüber, dass die Entscheidungen, die in letzter Zeit ohne Paraguay getroffen wurden, in Frage gestellt werden könnten. Denn im Moment nimmt Uruguay seinen Platz als vorübergehende Präsidentschaft ein. Laut Franco wären die Aufnahme von Venezuela zum Staatenbund sowie die Entscheidung über die Einbeziehung Boliviens „illegal“ und „illegitim“.

Am letzten Mercosul-Gipfel haben die Präsidenten Dilma Rousseff, José Pepe Mujica (Uruguay), Evo Morales (Bolivien), Cristina Kirchner (Argentinien), Rafael Correa (Ecuador), Donald Ramotar (Guyana) und Desi Bouterse (Suriname) teilgenommen. (ds)