In der Verwertung von Produkten aus der Viehzucht könne Brasilien von Neuseeland lernen, so der CNA. / Copyright: Agência Brasil In der Verwertung von Produkten aus der Viehzucht könne Brasilien von Neuseeland lernen, so der CNA. / Copyright: Agência Brasil

Zwischen Brasilien und Neuseeland bahnt sich im Bereich der Landwirtschaft eine engere Partnerschaft an. Beide Seiten verständigten sich am Mittwoch (12.8.) auf einen weiteren Austausch. Zum Zweck des Ausbaus der Handelsbeziehungen besuchte der Verantwortliche des neuseeländischen Agrarhandels, Mike Petersen, den brasilianischen Dachverband für Landwirtschaft und Viehzucht (CNA), wie die Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtet.

Bereits am Montag (10.8.) hatte sich der Handelsvertreter aus Neuseeland mit der Staatssekretärin für Internationale Beziehungen im brasilianischen Landwirtschaftsministerium, Tatiana Palermo, getroffen. Laut Medienberichten sind auch hier die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf dem internationalen Markt bei Milchprodukten, Rindfleisch, Wein, Gemüse und Wolle erörtert worden.

Zudem ist bei der Gelegenheit Landwirtschaftsministerin Kátja Abreu zu einem Staatsbesuch im südpazifischen Inselstaat eingeladen worden, wie es aus Medienberichten heißt. Noch in diesem Jahr soll die Kooperation beider Länder beim Handel Gestalt annehmen.

Die Botschafterin Neuseelands, Caroline Biekey, bekräftigte bei dem Treffen, dass ihr Land und Brasilien zwei Agrarnationen seien, die viele Eigenschaften teilen. „Aus diesem Grund sind die internationalen Verhandlungen extrem wichtig. Die Zusammenarbeit zwischen der Botschaft und dem CNA hat hohe Bedeutung“, so Biekey.

Der technische Leiter des CNA, Bruno Lucchi, betonte, dass Brasilien trotz seines landwirtschaftlichen Potentials von Neuseeland in den Bereichen “Pragmatismus und Effizienz lernen müsse”. Mit seinen nicht einmal 4,6 Millionen Einwohnern bestreite Neuseeland rund 70 Prozent seiner Exporte von insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar durch den Verkauf von Produkten aus der Viehzucht. Der Agrarsektor Brasiliens benötige mehr Forschung und eine umfangreichere Integration mit der Agrarindustrie, so Lucci. Dies seien die Faktoren für mehr Wettbewerbsfähigkeit. (ms)

Quelle: Agência Brasil