Der ehemalige Außenminister Brasiliens, Antonio Patriota, wurde kürzlich für die Vertretung des Landes in der UN ernannt / Copyright: Agência Brasil
Der ehemalige Außenminister Brasiliens, Antonio Patriota, wurde kürzlich für die Vertretung des Landes in der UN ernannt / Copyright: Agência Brasil

Der ehemalige Außenminister Brasiliens, Antonio Patriota, wurde kürzlich für die Vertretung des Landes in der UN ernannt / Copyright: Agência Brasil

Schon länger ist in Brasilien im Gespräch, dass der ehemalige Außenminister Antonio Patriota Brasilien bei den Vereinten Nationen (UN) in New York vertreten könnte. Gestern (01.10.) standen nun die Abstimmungen darüber im brasilianische Senat auf der Tagesordnung, bei denen es zu einem positiven Ergebnis kam: Es wurden 43 Stimmen für den Minister registriert, 14 Gegenstimmen und 1 Enthaltung.

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hatte nach der diplomatischen Krise zwischen Brasilien und Bolivien vorgeschlagen, dass Partiota dieses Amt einnehmen könne. Der Außenminister war zuvor aufgrund der Zuspitzung der Lage zurückgetreten und hatte damit auf die nicht genehmigte Überführung des bolivianischen Senators Pinto Molina von der brasilianischen Botschaft in La Paz nach Brasilien durch einen Botschaftsangehörigen reagiert. Molina hatte sich 15 Monate lang in der Botschaft aufgehalten und politisches Asyl gesucht, denn er war in seinem Heimatland wegen Korruption verurteilt worden.

Rousseffs Vorschlag verlangte schließlich die Genehmigung des Senats. Die Ernennung Patriotas für das UN-Amt wurde in der vergangenen Woche bereits durch den Ausschuss des Auswärtigen Amtes des Abgeordnetenhauses abgesegnet. Damit wird der Minister Nachfolger des Botschafters Luiz Alberto Figueiredo, der bis Juni diesen Jahres Brasilien in der UN vertrat. (ds)