Kürzungen bei Gehältern sollen Abhilfe schaffen. / Copyright: Wikimedia Commons, Eduardo.Coutinho

Zusammen mit der Sozialversicherung und weiteren Sozialprogrammen machen die Personalkosten der brasilianischen Regierung mehr als 60 Prozent der Gesamtausgaben aus. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres gab die Regierung mehr als 77,6 Milliarden Reais für Gehälter und Sozialabgaben aus.

Daher zielt ein größerer Teil der geplanten Kosteneinschnitte nicht zufällig auf den öffentlichen Dienst. Allein mit der Gehaltsanpassung bei den Beamten plant die Regierung rund sieben Milliarden Reais einzusparen.

In der ersten Ausgabe des Haushalts plante man noch 252,6 Milliarden Reais allein mit Personal im kommenden Jahr auszugeben – 21 Milliarden Reais mehr als für das aktuelle Jahr geplant. Zur Verdeutlichung: Zwischen Mai 2014 und April 2015 haben allein die Minister der Regierung Dilma Rousseffs mehr als 198,6 Milliarden Reais mit Gehältern und Sozialabgaben gekostet, berichtet der Exame. Das Verteidigungsministerium machte dabei 30 Prozent dieser Summe aus, gefolgt vom Bildungsministerium mit mehr als 42 Milliarden Reais an Gehaltsausgaben. (ls)

Quelle: Exame