Sinkende Ölpreise auf dem Weltmarkt machen der Börse in São Paulo zu schaffen. / Copyright: Agência Brasil Die Börse São Paulo startet eine Initiative um finanzstarke Unternehmen aus dem Landesinneren für den Börsengang zu gewinnen. / Copyright: Agência Brasil

Sinkende Ölpreise auf dem Weltmarkt machen der Börse in São Paulo (Ibovespa) zu Monatsbeginn zu schaffen. Am ersten Handelstag im Juli verlor der Index um 0,61 Prozentpunkte und stand damit der Entwicklung an anderen internationalen Börsen entgegen. Insbesondere die Aktie des halbstaatlichen Mineralölkonzerns Petrobras drückte mit einem Verlust von 4,16 Prozent auf die Kurse, wie die Zeitung Valor Econômico die letzte Entwicklung zusammenfasst.

Nachdem die USA zuletzt bekannt gegeben hatten, ihre Erdölreserven aufzustocken, waren die Preise für Rohöl gesunken. Dies hat zum Fall der Petrobras-Aktie geführt. Wie der Valor Econômico weiter berichtet, führte zudem die Berichterstattung im Inland zur schlechten Stimmung auf dem Binnenmarkt. Zunächst hatte die Regierung eine Schlappe im Kongress hinnehmen müssen, nachdem der Senat für eine Gehaltserhöhung von Angestellten des Justizapparates um 78 Prozent in den kommenden zwei Jahren gestimmt hatte. Zudem stehen die Umfragewerte für die Präsidentin Dilma Rousseff laut einer Umfrage der CNI/Ibope mit einer Zustimmung von gerade mal zwölf Prozent sehr schlecht.

Die Ibovespa schloss damit zur Wochenmitte bei 52.758 Punkten. Die psychologisch wichtige Marke von 52.600 Punkten sei jedoch nicht erreicht worden, bekräftigte der Analyst Lauro Vilares gegenüber dem Valor. Seit Juni stehe der Markt unter Druck. „Wir haben uns keineswegs von der Erkältung erholt“, so Vilares. Derzeit werden Aktien im Gesamtwert von 5.789 Milliarden Reais (etwa 1.670 Milliarden Euro) an der Ibovespa gehandelt. (ms)

Quelle: Valor Econômico