Der Erdölkonzern Petrobras leidet unter den Ereignissen rund um die Operation Lava-Jato. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius
Der Erdölkonzern Petrobras leidet unter den Ereignissen rund um die Operation Lava-Jato. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

Der Erdölkonzern Petrobras leidet unter den Ereignissen der Operation Lava-Jato. / Copyright: Wikimedia Commons, Junius

Der Marktwert des Erdölkonzerns Petrobras lag Ende September bei 229,72 Milliarden Reais und war damit nahezu unverändert gegenüber dem September im vergangenen Jahr, wie das Unternehmen selbst am Donnerstagabend bekanntgab. Im Vergleich zum Aktienkurs an der Börse von São Paulo am Ende des Freitags (12.12) allerdings musste das Unternehmen einen Rückgang um 45 Prozent hinnehmen. Nach dem Kurs vom Donnerstag (11.12) lag der Marktwert des Unternehmens bei 127,04 Milliarden Reais.

Am Donnerstag fiel die Aktie Petrobras PN um 5,82 Prozent und schloss bei einem Wert von 10,19 Reais – der niedrigsten Notierung seit dem 5. August 2005, als der Wert bei 9,96 Reais lag. Petrobras ON sank um 5,98 Prozent auf 9,44 Reais – der niedrigsten Wert seit dem 20. Januar 2005 (9,42 Reais).

Die ungeprüfte Bilanz des Unternehmens wurde am Freitagabend mit Spannung erwartet, aber die Veröffentlichung der Zahlen war wiederholt verschoben worden. Es wurden ausschließlich Daten des operativen Geschäfts herausgegeben sowie einige finanzwirtschaftliche Informationen.

Petrobras erklärte, dass man die Veröffentlichung aufgrund der neuen Ereignisse nach dem 13. November dieses Jahres verschoben habe, die direkt oder indirekt mit der „Operation Lava-Jato“ verbunden sind. Darunter beispielsweise die Untersuchung des Unternehmens, das von der Wertpapieraufsichtsbehörde der USA beauftragt wurde sowie die Anzeige von verschiedenen Personen, die in den Fall involviert sind – darunter der Ex-Direktor Paulo Roberto Costa. Petrobras glaubt, dass die bereits veröffentlichen Zahlen nicht von den Entwicklungen beeinflusst werden. (ls)