Thermoenergie-Kraftwerk in Camaçari, Bahia / Copyright: Wikimedia, Governador Bahia

Thermoenergie-Kraftwerk in Camaçari, Bahia / Copyright: Wikimedia, Governador Bahia

Am Dienstag dieser Woche (21.08.) war Petrobras noch ganz auf vertrauten Pfaden unterwegs. Das Unternehmen gab bekannt, dass man bei einer explorativen Bohrung im Fördergebiet Bacia de Santos vor Rio de Janeiro in ca. 2.000 m Tiefe auf Rohöl von sehr guter Qualität gestoßen sei und dies die Theorie bestätige, dass dieses Fördergebiet sehr groß und noch lange nicht komplett erschlossen sei. Das Unternehmen gab weiter bekannt, dass die Bohrung dennoch bis auf die geplante Tiefe von 6.175 m weiter vordringen solle.

Gestern (22.08.) gab dann das zuständige Vorstandsmitglied für Gas und Energie, José Alcides Santoro, bekannt, dass man von den geplanten 13,5 Milliarden Reais (ca. 5,34 Milliarden Euro) an Investitionen in seinem Bereich rund 1,62 Milliarden Reais (ca. 643 Millionen Euro) für den Ausbau der installierten Kapazität an Gas-Kraftwerken aufwenden werde. Bisher umfasst die installierte Energieproduktion aus Thermoenergie von Petrobras knapp 6.000 Megawatt (MW) und man wolle diese weiter ausbauen, so José Alcides Santoro.

Mit der Fertigstellung der bereits im Bau befindlichen Kraftwerke im Bundesstaat Rio de Janeiro und Rio Grande do Sul kommen weitere 530 MW und 248 MW an Leistung hinzu. Beide Kraftwerke werden wohl Anfang 2013 ans Netz gehen können. Geplant sind im Rahmen des Programms noch drei weitere Kraftwerke in verschiedenen Bundesstaaten Brasiliens. Ziel sei es, die installierte Leistungskapazität auf 8.000 MW zu bringen, was mit diesem Plan gelingen würde. Damit würde Petrobras rund 18% der thermoelektrischen Energie Brasiliens bereitstellen. (mas)