Im Jahr 2008 förderte Petrobras zum ersten Mal Öl aus der sogenannte Pré-Sal-Schicht. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil 640px-Oil_platform_P-51_(Brazil)

Der brasilianische Erdölkonzern Petrobras gibt in einem Bericht an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC zu, dass die aktuellen finanziellen Probleme des Unternehmens die Förderung und Produktion des Pré-Sal schaden könnten. Im Bericht werden die Hürden aufgezählt, die das Unternehmen für die Erfüllung der Pflichten hinsichtlich der Reserven noch bewältigen muss und die auch in Zukunft weiterhin eine Rolle spielen.
Die Erklärung ist Teil eines Abschnitts im Bericht zur Einschätzung der Unternehmensrisiken. Derzeit besitzt Petrobras Reserven in Konzessionsgebieten, die das Unternehmen über Ausschreibungen der Nationalen Agentur für Erdöl, Erdgas und Biokraftstoffe (ANP) erworben hat, sowie durch Zuweisung seitens der Regierung und in einem Art Teilhaber-Modell der Regierung, die dabei einen Anteil von mindestens 30 Prozent an den Investitionen leistet.
Das Formular 20-F ist für alle Unternehmen außerhalb der USA verpflichtend, die Aktien an der US-amerikanischen Börse führen. Mit diesem Dokument will die SEC die Informationen der ausländischen Firmen standardisieren. Ein Punkt dabei ist die Auflistung der Risiken für Investoren. Petrobras gab hierzu an, dass die Herausforderung nur gelöst werden könnten, wenn das zur Verfügung stehende Kapital signifikant erhöht würde über die verschiedensten Finanzierungsquellen.
Denn laut des halbstaatlichen Konzerns kann eine finanzielle Einschränkung dazu führen, dass die Gläubiger nicht im vereinbarten Zeitraum bezahlt werden könnten, da bereits heute der Cash flow nicht ausreiche, um die gestiegenen Ausgaben und die Tilgungskosten zu begleichen. (ls)

Quelle: Estado de S. Paulo