Konzern macht höhere Ausgaben für niedrigen Ertrag verantwortlich. / Copyright: Agência Brasil

Das halbstaatliche Mineralölunternehmen Petrobras hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Reingewinn von 531 Millionen Reais erwirtschaftet. Das Ergebnis liegt laut Konzernangaben 90 Prozent unter dem Wert vom ersten Quartal und spiegelt höhere operative Aufwendungen wider, die einen Zuwachs beim Bruttogewinn kompensierten, wie die brasilianische Nachrichtenagentur Agência Brasil schreibt.

Das operative Ergebnis liegt bei 9,5 Milliarden Reais, was ein Minus von 29 Prozent gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres bedeutet. Petrobras erklärte, dass der Wert zum Teil auf die Begleichung der steuerlichen Aufwendungen aus der Steuer auf Finanzgeschäfe (IOF) von 3,1 Milliarden Reais zurückzuführen ist.

Im ersten Quartal dieses Jahres verzeichnete das Unternehmen einen Reingewinn von 5,2 Milliarden Reais, ein Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut Petrobras zeigt das Ergebnis den Anstieg der Nettofinanzaufwendungen, vor allem durch die Abwertung des Real gegenüber dem US-Dollar.

Auf die Monate Januar bis Juni gerechnet liegt der Reingewinn bei 5,9 Milliarden Reais, 43 Prozent unter dem Ertrag vom gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der operative Gewinn im ersten Halbjahr liegt bei 22,8 Milliarden Reais, 39 Prozent unter dem Ertrag von 2014.

Der Präsident von Petrobras, Aldemir Bendine, sagte, dass es angesichts der Marktbedingungen keine Aussicht auf einen Anstieg der Treibstoffpreise gibt. Er schließt aber keinen Anstieg aus, sollten sich die Bedingungen ändern. „Ich kann keine Vorhersagen über den Preis machen“, sagte er. (ls)

Quelle: Agência Brasil