Produktion von Peugeot-Citroën in Brasilien / Copyright: PSA Peugeot Citroën

Produktion von Peugeot-Citroën in Brasilien / Copyright: PSA Peugeot Citroën

Der französische Autohersteller Peugeot-Citroën will sein Engagement in Brasilien für das Jahr 2012 weiter ausbauen. Insgesamt plant der Konzern, bis zu 3,7 Milliarden Real (rund 1,5 Milliarden Euro) in den Ausbau der Produktionskapazitäten zu investieren. Ziel der Strategie ist es, vor allem den Marktanteil von derzeit rund 5,2% auf 7% in 2012 zu heben.

Für Brasilien soll deshalb eine Produktionskapazität von rund 300.000 Fahrzeugen pro Jahr geschaffen werden, um die brasilianischen Wachstumspotenziale im Automarkt nutzen zu können. Das Unternehmen plant, aufgrund der Krise in Europa, im nächsten Jahr seine Aktivitäten in weiteren Schwellenländern zu intensivieren. Peugeot-Citroën hat sich für 2015 das Ziel gesetzt rund 50% seines Gewinns aus Schwellenländern wie Brasilien, Indien und vor allem China zu erzielen. Rund 60% der Zuwächse sollen allein aus China kommen. Dort wird eine Verdopplung des bisherigen Marktanteils bis 2020 angestrebt.

Nach Aussagen von Philippe Varin, dem Vorstandsvorsitzenden von Peugeot-Citroën, sind die Schwellenländer essenziell für die Autohersteller geworden. Auf dem Treffen der nationalen Föderation der Autovermarkter (Federação Nacional da Distribuição de Veículos Automotores, kurz: Fenabrave) betonte er das große Wachstumspotenzial, das Peugeot-Citröen in Brasilien sehe.

Die Investitionen in den Produktionsausbau fließen an den Standort Porto Real (Bundesstaat Rio de Janeiro). Ein Teil der Investitionen dient dazu, die Kapazitäten der Karosserieproduktion von derzeit 150.000 auf die geplanten 300.000 für kommendes Jahr auszubauen. Weitere Investitionen gehen in den Bereich der Fertigung von Motoren, deren Zahl auf 400.000 pro Jahr steigen soll. Derzeit werden etwa 280.000 Motoren von Peugeot-Citroën in Brasilien gefertigt. (mas)