Der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel, verteidigt brasilianischen Protektionismus / Copyright: Agência Brasil

Der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel, verteidigt brasilianischen Protektionismus / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Fernando Pimentel, äußerte sich gestern (31.10.) zu Kritiken seitens der Entwicklungsländer, dass Brasilien protektionistische Maßnahmen im Bereich des Außenhandels ergriffen habe. Laut Pimentel habe Brasilien schnell und effizient reagiert, da unlautere Praktiken auf dem internationalen Markt zugenommen hätten.

„Diese Art von Kritiken werden sicher auch weiterhin bestehen und sich sogar noch verstärken. Man kann erwarten, dass Entwicklungsländer so reagieren, da sie selbst enorme Schwierigkeiten im eigenen Land haben und Märkte wie den brasilianischen anvisieren müssen“, so der Minister.

Laut Pimentel würde Brasilien auf legitime Art und Weise seinen Markt vor illegalen Praktiken schützen. Nur wenige Märkte seien so offen wie der brasilianische; Brasilien habe eine sehr hohe Importquote. Deshalb sei er auch für derartige Praktiken so anfällig. Pimentel versicherte, dass das Land aber nur nach Richtlinien der Welthandelsorganisation reagieren würde.

Diese Aussagen traf der Minister gestern auf einer Versammlung rund um das Regierungsprogramm Brasil Maior („Größeres Brasilien“), das im August 2011 herausgebracht wurde. Das Programm ist in drei Kategorien eingeteilt und eine davon sieht Maßnahmen zum Ankurbeln der Exporte vor und zur Schutzindustrie. Die weiteren Kategorien beinhalten Aktionen, die Arbeitskosten und Kapital reduzieren sowie die Entwicklung der Produktionsketten fördern sollen. (ds)