Tereza Campello, Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung / Copyright: Agência Brasil

Tereza Campello, Ministerin für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung / Copyright: Agência Brasil

Bis zum Ende des Jahres sieht die brasilianische Regierung vor, in den Plan „Brasilien ohne Elend“ (Plano Brasil sem Miséria) weitere 320.000 Familien mit einzubeziehen. Der Plan beinhaltet vor allem das Familienstipendium Bolsa Família. Das Ziel wurde gestern (19.01.) von der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff mit den Ministern der Bereiche landwirtschaftliche und soziale Entwicklung, Gesundheitswesen, Arbeit sowie Bildungswesen festgelegt.

Durch das Hilfsprogramm solle 16 Millionen Menschen bis 2014 aus der extremen Armut geholfen werden. Der Fokus liege auf Familien, die mit einem monatlichen Einkommen von 70 Reais (ca. 30 Euro) leben.

Ein weiteres Ziel sei es, die Anzahl an Bundesstaaten zu erhöhen, die das Einkommen der Begünstigten der Bolsa Família unterstützen. Laut der Ministerin für soziale Entwicklung, Tereza Campello, sei Rio de Janeiro der erste Bundesstaat, der seit Oktober bereits einen Beitrag zum Programm leiste.

Weitere acht Bundesstaaten traten dem Vorhaben bei und werden im laufenden Jahr ihre Beiträge zahlen. „Mit diesen neun Staaten, die das Einkommen erweitern, haben wir 450.000 Familien, die die Unterstützung zuzüglich Ergänzungen erhalten. Außerdem sind wir mit den restlichen Bundesstaaten im Gespräch, um neue Teilnehmer zu akquirieren“, so Campello.

Des Weiteren wurde in der Versammlung von gestern festgelegt, dass die Arbeitsqualifikationen der Menschen, die vom Plan „Brasilien ohne Elend“ profitieren, gesteigert und gefestigt werden müssen. So biete man 300.000 freie Plätze für Weiterbildungen im Rahmen des Nationalen Programms für Zugang zu Berufsausbildung und Arbeitsplätzen (Programa Nacional de Acesso ao Ensino Técnico e ao Emprego, kurz: PRONATEC) an.

Außerdem teilte Campello mit, dass Rousseff 2012 mit dem Plan „Brasilien ohne Elend“ spezielle Aufmerksamkeit auf die Kinder richten möchte. Bereits 2011 wurden 1,3 Millionen Kinder im Programm mit berücksichtig. Ziel sei es, dieses Jahr weitere 270.000 Schwangere und stillende Frauen mit einzubeziehen. (ds)



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