Planungsministerin Miriam Belchior erklärt den Rückgang der staatlichen Investitionen im kommenden Jahr. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil
Planungsministerin Miriam Belchior erklärt den Rückgang der staatlichen Investitionen im kommenden Jahr. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Planungsministerin Miriam Belchior erklärt den Rückgang der staatlichen Investitionen im kommenden Jahr. / Copyright: Wikimedia Commons, Agência Brasil

Die Konzessionen für Autobahnen und staatliche Häfen sowie das Ende der Projekte rund um die Fußball-Weltmeisterschaft erklären den leichten Rückgang der staatlichen Investitionen im Bundeshaushaltsplan für 2015, erklärte die Planungsministerin Miriam Belchior. In einer Sitzung des gemeinsamen Haushaltsausschusses (Comissão Mista de Orçamento) wies sie auch auf die hohe Summe an noch ausstehenden Verbindlichkeiten hin – der Betrag eines Jahres, der im folgenden Jahr ausgegeben wird – in einigen Ministerien, um das Minus von 3,3 Milliarden Reais bei den Investitionen für das kommende Jahr zu rechtfertigen.

Der Entwurf des Bundeshaushaltsplans sieht eine Gesamtsumme von 183,3 Milliarden Reais als Investitionen für 2015 vor, im aktuellen Jahr liegt die Summe bei 186,6 Milliarden Reais. Die Investitionen vonseiten staatlicher Unternehmen sollen dabei im kommenden Jahr nahezu stabil bleiben und von 105,6 Milliarden Reais auf 105,7 Milliarden Reais steigen. Die Investitionen aus dem allgemeinen Haushalt allerdings sollen von 81 Milliarden Reais auf 77,6 Milliarden Reais sinken.

Laut der Ministerin sind die Ministerien mit den größten Investitionsrückgängen das Ministerium für nationale Integration und Transport. Im Fall der nationalen Integration kann das Minus von 2,49 Milliarden Reais durch die noch zu zahlenden Verbindlichkeiten von 2014 erklärt werden, die für die Ausgaben in 2015 vorgesehen sind. „Das ist ein Betrag, der schon zur Verfügung steht, und nicht im Haushalt 2015 auftaucht“, so Belchior. Sie fügte hinzu, dass auch der Übergang von einem Zyklus zum nächsten zu einem Rückgang der Investitionen beitrage, weil die Unternehmen in der Anfangsphase weniger Mittel benötigten. (ls)