Im Rahmen des Programms für nachhaltige Städte werden Daten zu den Gemeidnen Brasiliens erfasst / Copyright: Programa Cidades Sustentáveis
Im Rahmen des Programms für nachhaltige Städte werden Daten zu den Gemeidnen Brasiliens erfasst / Copyright: Programa Cidades Sustentáveis

Im Rahmen des Programms für nachhaltige Städte werden Daten zu den Gemeidnen Brasiliens erfasst / Copyright: Programa Cidades Sustentáveis

Durch eine neue Initiative des Programms Cidades Sustentáveis („Nachhaltige Städte“) werden auf einem Onlineportal Daten zur Situation von brasilianischen Gemeinden gesammelt. Seit letzter Woche sollen 100 verschiedenen Kategorien, die sich auf Bereiche wie das Gesundheitswesen, das Bildungswesen, die Kultur, Umwelt und städtische Mobilität beziehen, von den Gemeinden ausgefüllt werden. Insgesamt nehmen 242 Präfekturen am Programm teil, davon haben 92 bereits die Fragebögen ausgefüllt.

Maurício Broinizi, Leiter der Rede Nossa in São Paulo und des Programms Cidades Sustentáveis erklärt, dass das Portal große Zustimmung erfährt: „Wir arbeiten mit einem Konzept der Nachhaltigkeit, das breitgefächert ist und sich somit nicht nur auf Umweltfaktoren bezieht, sondern auch auf die Bildung, die Kultur, die Wirtschaft und die Politik.“ Die Gemeinden würden sich wirklich für eine Modernisierung der öffentlichen Einrichtungen interessieren und damit nachhaltiges Wachstum anstreben.

Unter den Kategorien des Gesundheitswesens sind beispielsweise die Anzahl an Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner, als Richtwert gelten Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des brasilianische Gesundheitssystem SUS. Auch Informationen über die Kinder- und Müttersterblichkeit sind enthalten. Im Bereich der Kultur registriert man zum Beispiel die Anzahl von Büchern in den Bibliotheken im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen. Ziel sei die Erfüllung der Richtlienen der UNESCO, die zwei Bücher pro Einwohner empfiehlt. Ein anderer Faktor ist die sanitäre Grundversorgung, die die Haushalte misst, die an Abwasserkanäle angeschlossen sind und deren Abwasser gereinigt wird sowie wie die Qualität des Trinkwassers ist.

Broinizi kommentierte allerdings, dass ein Problem bei der Datenerfassung sei, dass Gemeinden nicht immer Zugang zu allen Informationen hätten und erst auf Fachleute der verschiedenen Bereiche zurückgreifen müssten, um bestimmte Daten zu ermitteln. Trotz allem halte Broinizi diese neue Initiative für bedeutend in einem Modernisierungsprozess der brasilianischen Gemeinden.  (ds)