Im Bundesstaat Mato Grosso herrschen Platzprobleme bei der Lagerung von Mais / Copyright: Agência Brasil
Im Bundesstaat Mato Grosso herrscht Platzmangel bei der Lagerung von Mais / Copyright: Agência Brasil

Im Bundesstaat Mato Grosso herrscht Platzmangel bei der Lagerung von Mais / Copyright: Agência Brasil

Im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso steigt die Maisproduktion pro Jahr stetig an und mit diesem Anstieg ergeben sich Probleme bei der Lagerung von Mais, denn die vorhandenen Lagervorrichtungen reichern nicht mehr. Landwirte weichen darauf aus, die Ernte unter freiem Himmel zu lagern und gehen damit einige Risiken ein.

Der Präsident des Verbandes für Soja- und Maisproduktion APROSOJA-MT (Associação dos Produtores de Soja e Milho) des Bundesstaates, Carlos Fávaro, hat sich deshalb kürzlich selbst die Situation vor Ort angeschaut. Vor zwei Jahren lag die Maisproduktion noch bei 7,5 Millionen Tonnen und für die nächste Ernte rechne man bereits mit 17 Millionen Tonnen. Vor allem die finanzielle Unterstützung von Landwirten, der sogenannte PEPRO (Prêmio Equalizador Pago ao Produtor Rural) hätte dazu beigetragen, dass Produktionsvorgänge wesentlich schneller ablaufen würden. Der PEPRO ist ein Zuschuss, der sich aus der Differenz des von der Regierung festgelegten Mindestpreises und des Wertes der Versteigerung von Mais ergibt.

Derzeit würden zwei Versteigerungen von jeweils einer Million Tonnen Mais stattfinden. Voraussichtlich gibt es in den nächsten Tagen zwei oder drei weitere Versteigerungen mit der gleichen Menge. Laut Angaben des Leiters der Versorgungsgesellschaft CONAB des Bundesstaates, Olvídio Miranda, sei der PEPRO eine Form, die Maispreise für die Produzenten zu stützen und den Absatz des Produktes zu garantieren. Dass Produzenten den Mais unter freiem Himmel lagern, sei auch mit der Verringerung der Kosten seitens der Produzenten zu erklären. „Oftmals ist der geerntete Mais bereits verkauft. Anstatt ihn dann in Lagerhäuser zu bringen, bleibt das Produkt unter freiem Himmel, da damit Kosten reduziert werden. In einigen Fällen sind die Lagerhäuser jedoch auch noch mit Soja gefüllt, die erst später zum Lagern von Mais verwendet werden.“ (ds)