Polizistenstreiks in Bahia drohen mit dem Ausfall des Karnevals / Copyright: Agência Brasil

Polizistenstreiks in Bahia drohen mit dem Ausfall des Karnevals / Copyright: Agência Brasil

Der Präsident des Tourismusrates im brasilianischen Bundesstaat Bahia, Sílvio Pessoa, teilte gestern (09.02.) mit, dass das Hotelgewerbe während der Polizeistreiks stagniere. Diese finden bereits seit neun Tagen statt. „Die Hotels konnten nur sehr wenige Reservierungen verzeichnen und die Personen, die kurzfristig reservieren, blieben ganz aus“, so Pessoa.

Des Weiteren sagte er, dass auch die 11.000 Bars und Restaurants während der letzten zehn Tage Verluste von 35 Prozent zu verzeichnen hatten. Normalerweise seien in Salvador, der Hauptstadt Bahias, während der Karnevalszeit die Hotels zu 100 Prozent ausgebucht. Dieses Jahr würde man nur mit 70 Prozent rechnen. Die Streiks hätten die Wirtschaft wirklich beeinträchtigt, so dass man auch mit großen finanziellen Problemen rechnen müsse.

In diesem Zeitraum des Jahres kommen normalerweise 500.000 Menschen nach Bahia. Pessoa hob hervor, dass sich Mitarbeiter des Tourismusrates Bahias derzeit auf einer der größten Messen Brasiliens in São Paulo befänden, um Werbung für den Bundesstaat zu machen. Damit wolle man erreichen, dass die Situation sich wieder stabilisiere und ein positives Bild vermittelt werde.

Raiana Oliveira, Angestellter eines Tourismusunternehmens in Brasília, bekundete, dass sich die Annullierungen um die 20 Prozent belaufen. „Ich glaube leider auch, dass die Tendenz steigend sein wird“, so Oliveira. (ds)