Der Export von Schienenfahrzeugen und Aufzügen hat im Januar stark zugenommen / Copyright: Creative Commons, A. Nunes

Der Export von Schienenfahrzeugen und Aufzügen hat im Januar stark zugenommen / Copyright: Creative Commons, A. Nunes

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist der brasilianische Außenhandelssaldo in den positiven Bereich gerutscht. Damit wurden in der ersten Februarwoche zum ersten Mal mehr Güter exportiert, als im Gegenzug importiert wurden. Dabei fällt der Überschuss mit 196 Millionen US-Dollar (ca. 150 Millionen Euro) vergleichsweise gering aus, hatte doch der Januar ein Defizit von allein 1,3 Milliarden US-Dollar (rund eine Milliarde Euro) in der Außenhandelsbilanz hinterlassen. Allerdings waren es auch in der ersten Februarwoche nur drei registrierte Arbeitstage gewesen.

Einer der Faktoren ist die positive Entwicklung bei den Industrieprodukten, die um rund 29 Prozent in den Exporten zulegten. Nach Auskunft des nationalen Industrieverbandes (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI), sind es vor allem die Bereiche des Schienenfahrzeugbaus und der Aufzüge die hier zu diesem Ergebnis beigetragen haben. Damit könnte es sich dann auch um einen Einzeleffekt aus dem Export eines einzelnen größeren Auftrags handeln. Allerdings ist Brasiliens Wirtschaft in diesem Bereich nicht so stark der internationalen Konkurrenz ausgesetzt und nach Angaben des Chefökonomen Flávio Castelo Branco des CNI, sind die Bereiche in denen große internationale Konkurrenz herrscht auch die Bereiche in denen bei den Exporten kaum Bewegung in den letzten Monaten zu verzeichnen ist.

Im Automobilbereich wird ebenso erwartet, dass die Exporte einen leichten Rückgang zu verzeichnen haben. Nach einer Schätzung des nationalen Verbandes der Autoproduzenten (Associação Nacional dos Fabricantes de Veículos Automotores, kurz: Anfavea) werden die Exporte um rund fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen. Die Importe hingegen waren auch im Januar stabil geblieben. Rund ein Viertel (25,3 Prozent) aller verkauften Autos in Brasilien ist derzeit importiert. (mas)