Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedete gestern nach jahrelangen Diskussionen im Nationalkongress den neuen Bildungsplan / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedete gestern nach jahrelangen Diskussionen im Nationalkongress den neuen Bildungsplan / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff verabschiedete am vergangenen Donnerstag nach jahrelangen Diskussionen im Nationalkongress den neuen Bildungsplan. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hat am vergangenen Donnerstag (26. Juni) ohne Vetos den Nationalen Bildungsplan PNE (Plano Nacional de Educação) verabschiedet. Der Gesetzestext dazu hatte vier Jahre lang im Nationalkongress bis zur Genehmigung vorgelegen und beinhaltet 20 Ziele im Bildungswesen, die in den kommenden zehn Jahren erfüllt werden sollen. Bei den Inhalten ist die frühkindliche Bildung bis hin zur Hochschulbildung abgedeckt.

Eine Besonderheit des Plans sind die minimalen Investitionen in die Bildung in Höhe von sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach fünf Jahren. Nach den zehn Jahren muss eine Prozentzahl von zehn erreicht werden. Derzeit werden nur 6,4 Prozent des BIP in die Branche investiert, so geben Daten des Bildungsministeriums an.

Der verantwortliche Minister Henrique Paim kommentierte, dass er für diese Finanzen fest mit den Einnahmen aus dem Erdölgeschäft (Royalties) und des Sozialfonds der Pré-Sal-Schicht rechne. Allerdings erkannte er auch an, dass sich die Regierung stark engagieren müsse, um die Ziele zu erreichen. Einen entscheidenden Beitrag müssten aber auch die Bundesstaaten und Gemeinden leisten.

Einer der Punkte, der beispielsweise zu großen Diskussionen im Kongress geführt hatte, war die Pflicht der Regierung, finanzielle Anteile der Bundesstaaten und Gemeinden aufzustocken, wenn diese nicht in der Lage sind, ausreichend in die Bildung zu investieren. (ds)