Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff / Copyright: Agência Brasil

Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff bestätigte letzten Freitag (22.07.), dass die brasilianische Wirtschaft derzeit eine Phase der „sanften Landung“ (suave pouso) durchläuft und dass eine Kontrolle der Inflation ohne Wachstum nicht akzeptabel sei. Ein angemessen steigender Basiszinssatz sei für die Kontrolle der Inflation für Brasilien die richtige Maßnahme zur Stabilisierung des Landes. Es stehe im Vordergrund, im Jahre 2012 eine Inflationsrate von 4,5% zu erreichen.

Letzte Woche wurde durch das Komitee für Finanzpolitik der Zentralbank (Comitê de Política Monetária, kurz: COPOM) der Zinssatz (Taxa Selic) auf 12,5% pro Jahr erhöht, um die Inflation zu kontrollieren. In Anbetracht der internationalen Situation verteidigte die Präsidentin diese Zinssatzpolitik der Zentralbank.

Rousseff behalte die internationale Situation, die Auswirkungen der Krise in Europa und die Verschuldung der USA, ständig im Auge und bekundete, dass wenn nötig auch härtere Maßnahmen einzuleiten wären.

Außerdem berichtete Rousseff von einem neuen Programm im Rahmen der Entwicklungspolitik für Wettbewerbsfähigkeit. Das sogenannte „Innovationsprogramm“ (Programa de Inovação do Brasil) solle am 2. August präsentiert werden. Das Projekt beinhalte Maßnahmen zur Förderung der Exporte, Verbesserungen in der Handels- und Industrieverteidigungspolitik sowie weitere Vorhaben, die noch durch den Nationalkongress bewilligt werden müssen. (ds)