Dilma Rousseff spricht sich für einen Dialog mit Syrien aus / Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff spricht sich für einen Dialog mit Syrien aus. / Copyright: Agência Brasil

Gestern (08.08.) verteidigte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff den Dialog mit Nationen wie Syrien und Libyen und bezeichnete diesen als ein politisches Werkzeug, um mit der gegenwärtigen Situation in den arabischen Ländern umzugehen. Demnach sei Brasilien ein Land, welches den Dialog sehr schätze und das Mittel der Gewalt als letzten Ausweg sehe. Zudem sollten militärische Interventionen nur in Übereinstimmung mit dem internationalen Konsens geschehen. Weiterhin hob sie hervor, dass Brasilien seine Position verteidigen und legitimieren könne, weil es ein pazifistisches Land, frei von nuklearen Waffen sei.

Damit bezog sich die Präsidentin indirekt auf die aktuelle Diskussion der UN, in der Staaten wie die USA, Deutschland und Frankreich ein härteres Vorgehen, beispielsweise Sanktionen, gegenüber Syrien fordern. Im Gegensatz dazu halten Nationen wie Brasilien, Großbritannien und viele muslimische Länder weiterhin daran fest, mit dem syrischen Staat zu verhandeln.

Gemeinsam mit Indien und Südafrika ist Brasilien an den direkten Verhandlungen mit der syrischen Regierung beteiligt. Der Staatssekretär des Außenministeriums für den Bereich Mittlerer Osten, Paulo Cordeiro, wird noch in dieser Woche in Damaskus ankommen, um an den Gesprächen teilzunehmen.

Brasilien unterstützte die Erklärung der Vereinten Nationen, welche die Gewalt gegen Oppositionelle ablehnt und sich für demokratische Reformen in Syrien ausspricht. Jedoch mit der Einschränkung, dass diese ohne externe Interventionen stattfinden soll. (gp)