Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff im Bundesstaat Bahia bei der 16. Sitzung des Verbandes für Entwicklung im Nordosten SUDENE / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff im Bundesstaat Bahia bei der 16. Sitzung des Verbandes für Entwicklung im Nordosten SUDENE / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Freitag besuchte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff den Bundesstaat Bahia. Auf der Tagesordnung stand ein Mittagessen mit den Gouverneuren der neun Bundesstaaten des Nordostens sowie der Bundesstaaten Minas Gerais und Espírito Santo. Am Nachmittag wohnte Rousseff der 16. Sitzung des Verbandes für Entwicklung im Nordosten SUDENE (Conselho Deliberativo da Superintendência do Desenvolvimento do Nordeste) bei, der die Auswirkungen der Dürre der Region thematisierte.

Die brasilianische Regierung bereite derzeit eine Reihe von Abkommen vor, durch die in die Baumaßnahmen zur Prävention von Dürreeinschlägen investiert werden sollen. Durch den Bau von Staudämmen, Wasserstationen sowie Vertriebsnetzen soll die Wasserversorgung der Region sichergestellt werden. Die Ressourcen für diese Projekte belaufen sich auf 15,6 Milliarden Reais (ca. 5,9 Milliarden Euro), von denen bereits drei Milliarden investiert worden sind.

Des Weiteren soll der Finanzierungsumfang der Bank des Nordostens Brasiliens BNB (Banco do Nordeste do Brasil) für kleine, mittlere und große Baumaßnahmen erweitert werden. Der anfängliche Wert lag bei einer Milliarde Reais und wird nun um 500 Millionen Reais aufgestockt. Die Unternehmen, die eine Finanzierung der Bank anvisieren, erhalten einige Vorteile wie niedrigere Zinsen.

Seit sieben Monaten laufen bereits die Debatten rund um die Maßnahmen, die den Nordosten Brasiliens vor den Auswirkungen der Dürre schützen können. Im August wurde schließlich ein Programm für diese Projekte bekanntgegeben, der Plano Nacional de Gestão de Riscos e Resposta a Desastres Naturais, durch den 18,8 Milliarden Reais bis 2014 in das ganze Land investiert werden sollen. (ds)