Der Chef der brasilianischen Agentur für Erdöl (ANP), Helder Queiróz, ist mit der Anzahl von elf Bietern für das Ölfeld Campo de Libra im Bereich des Pré-Sal zufrieden. / Copyright: Agência Brasil
Helder Queiroz ist mit der Anzahl von elf Bietern für das Ölfeld Campo de Libra im Bereich des Pré-Sal zufrieden. Copyright Agência Brasil

Der Chef der brasilianischen Agentur für Erdöl (ANP), Helder Queiróz, ist mit der Anzahl von elf Bietern für das Ölfeld Campo de Libra im Bereich des Pré-Sal zufrieden. / Copyright: Agência Brasil

Bisher konkurrieren elf Erdöl produzierende Unternehmen um den Zuschlag des größten Erdölfeldes Brasiliens im Gebiet des Pré-Sal vor der Küste von Rio de Janeiro. Wie die die Bundesagentur für Erdöl (Agência Nacional do Petróleo, kurz: ANP) bekannt gab, hätten bis zum gestrigen Abend (17.09.) elf Unternehmen ihre Teilnahme an der Versteigerung, die für den 21. Oktober dieses Jahres festgesetzt ist, offiziell bestätigt. Der Stichtag ist heute.

Das betreffende Ölfeld, das so genannte Campo de Libra, stellt die bisher größten Erdölreserven Brasiliens dar. Messungen gehen von einer Kapazität von acht bis zwölf Milliarden Barril Erdöl aus. Dies entspräche zwei Dritteln der derzeitigen Reserven Brasiliens. Wer den Zuschlag für die Ausbeutung dieses Lagers erhält, muss der brasilianischen Regierung 15 Milliarden Reais (etwa fünf Milliarden Euro) sowie einen gewissen Prozentsatz an den  Fördererlösen zahlen. Der Zeitpunkt ist günstig für die Bietenden. Durch die Abwertung des Real um bis zu 20 Prozent während der letzten Monate fällt die Investition weitaus günstiger aus.

Der Direktor der ANP, Helder Queiróz, gab bisher keine Namen der eingeschriebenen Firmen bekannt. Zuletzt hatten vor allem drei chinesische Konzerne starkes Interesse bekundet. Diese haben sich jedoch noch nicht angemeldet. Derzeit wird am meisten erwartet, dass der Zuschlag an ein Unternehmen aus China oder zumindest eines mit chinesischer Beteiligung geht, so Queiróz weiter. Dies hätten die Erfahrungen der letzten Versteigerungen gezeigt. Der ANP-Direktor verwies aber darauf, dass dies keine chinesische Übermacht darstellen würde. Es gebe ja noch weitere Ausschreibungen. (ms)