Die Preissteigerungen für Rindfleisch sind bei den Verbrauchern noch nicht angekommen. / Copyright: Wikimedia Commons
Die Preissteigerungen für Rindfleisch sind bei den Verbrauchern noch nicht angekommen. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Preissteigerungen für Rindfleisch sind bei den Verbrauchern noch nicht angekommen. / Copyright: Wikimedia Commons

Die Dürre in der brasilianischen Region Zentral-Süd zu Beginn des Jahres macht nicht nur der Landwirtschaft zu schaffen. Auch die Viehzucht leidet unter dem extremen Wetter, so dass die Preise hier bereits auf Rekordhöhen geklettert sind. Viehzüchter berechnen bereits mehr für ihre Tiere und auch bei den Supermärkten ist der Preisanstieg angekommen. Verbraucher werden die Preisanpassungen voraussichtlich in diesem Monat zu spüren bekommen. Anders als im Fall von Soja, Kaffee und Mais gibt es aufgrund der Dürre nicht weniger Tiere. Das Problem liegt darin, dass das einzelne Rind nicht mehr genug Fett ansetzt. Dadurch muss der Züchter das Tier länger bei sich behalten, was zu einem verringerten Fleischangebot auf dem Markt und zu höheren Preisen führt.

Am vergangenen Freitag beispielsweise, wie die Zeitung Estadao de Sao Paulo berichtet, wurden mehrere Rekordpreise für Rindfleisch verzeichnet. In Nominalpreisen gemessen (ohne die Bereinigung durch Inflation) gab es bereits Preisrekorde für die Einheit von rund 15 Kilo, in der Rindfleisch angegeben wird, in São Paulo und Goiás. Der Wert von Kalbsfleisch stieg ebenfalls an und erreicht Rekordwerte in den Staaten Goiás und Mato Grosso do Sul. Zudem wurde ein Preisrekord für Fleisch im Großhandel von São Paulo vermeldet. Die Ergebnisse stammen von Rodrigo Albuquerque, Manager bei der „Fazendo Buritis & Safras“ in Jussara im Staat Goiás. Als Basis seiner Berechnungen verwendete er die Preise, die über die Börse für Waren und Derivate (Bolsa de Mercadorias e Futuros, kurz: BM&F) bekannt gegeben werden und vom Zentrum für erweiterte Studien in angewandter Wirtschaftsforschung an der Universität São Paulo.

Die Kühlhäuser geben die Preiserhöhungen bereits weiter, noch sind sie allerdings nicht vollständig beim Verbraucher angekommen. Am Beispiel: Über den Februar gab es einen Anstieg von rund 10 Prozent im Großhandel. Im Einzelhandel allerdings fiel der Preis sogar minimal um 0,4 Prozent. “Wir geben die Preise bereits weiter, aber der Einzelhandel hält eine Preiserhöhung noch so lange wie möglich zurück, da Verbraucher ungern mehr zahlen”, erklärt der Leiter eines Kühlhauses sinngemäß, der namentlich nicht genannt werden will. (ls)