Ehemaliger Präsident Lula da Silva / Copyright: Agência Brasil

Ehemaliger Präsident Lula da Silva / Copyright: Agência Brasil

Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wurde gestern (25.07.)  mit dem Preis der Zeitschrift „Vida Imobiliária“ als „Persönlichkeit des Jahres“ ausgezeichnet.

Lula wurde im Rahmen der Veranstaltung des Programms „Mein Haus, mein Leben“ (Minha Casa, Minha Vida) dafür ausgezeichnet, dass er sich stark für die Entwicklung der Gesellschaft eingesetzt hatte. Er bezahlte Geringverdienern die Eigentumsimmobilie, um mit seinem „Wohnprogramm“ mehrere Ziele zu erreichen: Wohlstand, Wachstum und Wählerstimmen. Deshalb wurde er auch mit dem ehemaligen französischen Präsidenten Charles de Gaulle verglichen, der wie Lula versuchte, durch einschneidende Maßnahmen das Land Frankreich zu revitalisieren. Beide waren der Auffassung, dass solche Vorkehrungen für das Wachstum der Wirtschaft von großer Bedeutung seien.

Lula bekundetet, dass der verliehene Preis eigentlich aufgeteilt werden müsste: auf das Publikum, die derzeitige Präsidentin Rousseff, den ehemaligen Minister Antonio Palocci, den Ministern Guido Mantega und Paulo Bernardo, auf die, die am Aufbau mitgearbeitet haben, den Nationalkongress sowie diejenigen, die die Häuser gekauft hätten.

Des Weiteren äußerte er, dass sich Brasilien mehr als 25 Jahre lang mit einem Wachstumsstillstand arrangiert hatte. In Zeiten der Veränderungen verursachte das Probleme. Zum Bespiel kostete es viel Überzeugungskraft, dass die Krankenkasse Lebensversicherungen herausgab, damit Menschen die Häuser erwerben konnten.

Heute sei das größte Problem, genügend Arbeitskräfte für das Wachstum zu finden. Auch er selbst habe persönlich Erfahrungen mit dieser Problematik gesammelt.

Viele außerhalb Brasiliens fragten sich, wie es möglich gewesen sei, 39 Mio. Menschen aus dem Elend zu holen. Lula betonte, dass er zu der kämpfenden ’68-Generation gehöre, die den reichen Ländern gezeigt hätte, wie das fast Unmögliche möglich wird. (ds)