„Brasilien, das größte Land Lateinamerikas, steht im Fokus des internationalen Interesses. Nicht nur wegen kommender Sport-Großereignisse, der Fußball-WM im nächsten Jahr und den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro, sondern auch wegen seiner wachsenden wirtschaftlichen Macht. Schon heute ist Brasilien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt, Tendenz steigend. Zugleich macht Brasilien im Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel immer wieder Schlagzeilen durch die Abholzung des Amazonas-Regenwalds und des dadurch bedingten hohen Ausstoßes des Treibhausgases CO2.

Die Entwaldung ist neuerdings zwar rückläufig, entspricht aber flächenmäßig innerhalb eines Jahres immer noch der Ausdehnung des gesamten Ruhrgebiets. Auf der anderen Seite macht Brasilien durchaus eine fortschrittliche Klimapolitik, wie Prof. Dörte Segebart in einem Vortrag bei der Heidelberger Geographischen Gesellschaft verdeutlichte. Damit nimmt das Land eine Vorreiterrolle für ganz Südamerika ein. Die Wissenschaftlerin, die an der FU Berlin eine Juniorprofessur für Geographische Entwicklungsforschung innehat, sprach über das Thema „Klimagerechtigkeit“ in Brasilien – ein Begriff, der unter anderem auf die Reduzierung der zur globalen Erwärmung führenden Treibhausgase abzielt, aufgeteilt auf alle Menschen.“ (Rhein-Neckar-Zeitung Online)

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