Logo der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank / Copyright: Banco Interamericano de Desenvolvimento

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In Krisenzeiten, die durch die weltweite Instabilität der Finanzmärkte verursacht wurden, liege die Priorität der Interamerikanischen Entwicklungsbank (Inter-American Development Bank, kurz: IDB) auf dem Schutz der Sektoren mit niedrigen Einkommen und der Regionen, die für finanzielle Schwankungen am stärksten anfällig sind. Dafür halte es die Institution für unausweichlich, die sozialen Netzwerke zur Sicherheit zu stärken. Zusätzlich dazu müsse die Finanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen gesichert werden, so teilte der Wirtschaftsexperte der IDB, Eduardo Borensztein, mit.

Die Investitionen der IDB würden sich nach der Situation jedes einzelnen Landes richten. Kleine Wirtschaftsmächte seien anfälliger und bräuchten mehr Hilfe, das heißt besseren Zugriff auf Ressourcen mittels Darlehen und Rückerstattungen.

Bezüglich der stärkeren Wirtschaftsmächte müsse man sich hier auf soziale Bereiche der schwächsten Regionen konzentrieren.

Brasilien sei dank seiner guten Staatsfinanzen und eines soliden Finanzsystems in einer positiven Lage, so Borensztein. Es gäbe sehr gute Perspektiven für ein wirtschaftliches Wachstum, für den Anstieg von Gehältern und für die Möglichkeit der Weiterentwicklung der Mittelschicht.

Trotz der momentanen internationalen Situation hätte Brasilien seine Investitionen sichergestellt. Laut Daten der IDB würden im Moment 95 Projekte im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar laufen, von denen 2,035 Milliarden US-Dollar bis September dieses Jahres bereits zurückgezahlt wurden. Für Entwicklungsprojekte seien 30 Prozent der Ressourcen geplant, für das Hygiene- und Gesundheitswesen 23 Prozent, für das Transportwesen 22 Prozent und für die Tourismusbranche 15 Prozent.

Zu den Prioritäten der IDB zählen auch die Fußball-WM 2014 und die Olympischen Spiele 2016. Außer Finanzierungen durch Darlehen und Subventionen wolle die IDB Brasilien dabei unterstützen, auch nach der WM und den Olympischen Spielen positive Errungenschaften zu hinterlassen. Es sollen die besten Praktiken und Ideen für die Gastgeberorte dieser Großveranstaltungen realisiert werden. (ds)