Laut brasilianischem Recyclingverband ist Brasilien bei der Wiederverwertung von Aluminiumdosen Weltmeister. / Copyright: Wikimedia Commons, Adodge

Die Umweltministerin Izabella Teixeira und Branchenorganisationen haben am Mittwoch (25.11) ein Abkommen zum Rückversand von Verpackungen unterzeichnet, das den Prozess der Verwertung von Verpackungen von verschiedenen Produkten formalisieren soll. Das erste Ziel des Abkommens, nach dem 22 Prozent mehr an Verpackungen eingesammelt werden sollen als bislang, wird in zwei Jahren bewertet werden. „Danach wollen wir mit der Zeit bei 100 Prozent ankommen“, so die Ministerin.

Die teilnehmenden Unternehmen haben nun die Pflicht, die Verpackungen ihrer zum Verkauf angebotenen Produkte anschließend einzusammeln und einer Verwertung zuzuführen. Zu den Unterzeichnern gehören insgesamt 20 Firmen aus unterschiedlichen Branchen, wie Aluminium, Lebensmittel, Kosmetik und Getränke. Vier Jahre hatte es gedauert, bis das Abkommen zur Unterzeichnung ausgearbeitet war.

„Es fehlt noch ein großer Teil, aber es ist nicht trivial Produktionsunternehmen aus verschiedenen Sektoren auf eine Linie zu bringen“, erklärte Teixeira.

Laut dem Präsidenten des Verbands „Compromisso Empresarial para Reciclagem“ (etwa: Verband für unternehmerischen Einsatz zum Recycling), Victor Bicca, werden in Brasilien heute rund 65 Prozent der Verpackungen im Markt wiederverwertet. „In einigen Fällen wie bei den Aluminiumdosen sind wir Weltweister im Recycling mit einer Wiederverwertungsquote von 98 Prozent“, so Bicca. „Wir werden neue Projekte entwickeln, um die Sammlung von Verpackungen zusammen mit den Städten und weiteren Partnern voranzutreiben.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil