Während Brasilien den geringsten Produktivitätszuwachs aufweist, kann sich Südkorea an die Spitze setzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Addicted04, CC BY-SA 3.0
Während Brasilien den geringsten Produktivitätszuwachs aufweist, kann sich Südkorea an die Spitze setzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Addicted04, CC BY-SA 3.0

Während Brasilien den geringsten Produktivitätszuwachs aufweist, kann sich Südkorea an die Spitze setzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Addicted04, CC BY-SA 3.0

Die Produktivität ist in Brasilien zwischen 2002 und 2012 um 0,6 Prozent angestiegen. Im Vergleich zu elf anderen vom Industrieverband CNI untersuchten Länder weist Brasilien damit den geringsten Zuwachs auf. Besser als das südamerikanische Land schnitten Südkorea, Taiwan, Singapur, die USA, Spanien, Deutschland, Frankreich, Australien, Kanada und Italien ab.

Der Verantwortliche für Studien und Wettbewerbsfähigkeit beim CNI, Renato da Fonseca, schiebt das Ergebnis teilweise auf die geringe Qualifikation der brasilianischen Arbeitskräfte. „Unglücklicherweise warten unsere Arbeitskräfte darauf, neue Technologien zu lernen“, sagt der Ökonom. Ein weiterer Grund für die geringe Produktivität im Land ist für ihn die schwache Investitionsquote. „Seit dem Jahr 2010 wächst die brasilianische Wirtschaft kaum.“

In der Studie des CNI zur Produktivität steht Südkorea mit einem Anstieg von 6,7 Prozent an der Spitze. Die USA kommen auf ein Plus von 4,4 Prozent pro Jahr. Die niedrige Arbeitsproduktivität hat dazu beigetragen, dass Brasilien in den zehn Jahren die höchsten Lohnstückkosten in Dollar (inflationsbereinigt) aufwies. Dieser Index, der die Arbeitskosten für die Produktion von einem Gut darstellt, ist zwischen 2002 und 2012. um neun Prozent pro Jahr gestiegen. Das zweitplatzierte Land Australien verzeichnete ein Plus von 5,3 Prozent pro Jahr. Auf der anderen Seite stehen Taiwan und die USA, die die Lohnstückkosten um 6,2 Prozent bzw. 5,2 Prozent reduziert. (ls)

Quelle: Agência Brasil