Seit diesem Donnerstag findet in Rio de Janeiro die 7. Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Produktpiraterie statt. / Copyright: Wikimedia Commons, Silver Spoon
Seit diesem Donnerstag findet in Rio de Janeiro die 7. Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Produktpiraterie statt. / Copyright: Wikimedia Commons, Silver Spoon

Seit diesem Donnerstag findet in Rio de Janeiro die 7. Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Produktpiraterie statt. / Copyright: Wikimedia Commons, Silver Spoon

Produkte wie CDs und DVDs führen nach wie vor weltweit das Ranking der Produktpiraterie an. Nun wollen sich Experten und Verantwortliche erneut dem Thema in besonderer Form annehmen, da auch gefälschte Medikamente im Umlauf sind, was eine große Gefahr für die Gesundheit der Menschen bedeutet.

Mit dem Ziel, über Strategien und Mechanismen zur Vorbeugung und Verfolgung von Produktpiraterie zu diskutieren, veranstaltet das brasilianische Institut für Recht und Kriminologie (IBDC) ab diesem Tag (21.08.) am Sitz des Bundesverband der Industrie des Staates Rio de Janeiro (FIRJAN) die 7. Internationalen Konferenz zur Bekämpfung von Produktpiraterie. Unterstützt wird die Veranstaltung auch vom Justizministerium.

Der Koordinator der Konferenz, Ubirajara Chagas Favilla, Direktor des IBDC, sagte im Interview mit der brasilianischen Nachrichtenagentur Agência Brasil, dass, obwohl sich die Fälle von Produktpiraterie in allen Ländern mehren, es immer noch an ausgebildeten Experten in diesem Bereich fehlt. Dabei sei die Finanzierung ein der größten Herausforderungen. Um das Thema besser zu veranschaulichen, erklärte er, dass der Drogenhandel nach jüngsten Schätzungen weltweit 360 Milliarden US-Dollar bewege. „Produktpiraterie ist dagegen für 1,2 Billionen US-Dollar verantwortlich, das heißt, für eine Summe drei- oder viermal so groß.

Es wurde bereits festgestellt, dass mit dem Geld aus der Produktpiraterie Waffen und Drogen gekauft werden, und wie der Drogenhandel, organisierte Kriminalität, ist Geldwäsche zu einem internationalen Verbrechen geworden“, so Favilla. Laut dem Experten ist die Piraterie schwerer zu bekämpfen, da für jedes gefälschte Produkt eine besondere Ausbildung der Experten nötig ist. Im Fall von Medikamenten müssen alle damit verbundenen Informationen über den Sektor der Pharmazeutika vorliegen. Bei CDs und DVDs sollte man über die Musikindustrie, Formatierung, Sicherheitsverschluss und den verwandten Themen Bescheid wissen. (ls)