Die brasilianische Zentralbank und andere Finanzinstitute im Land gehen von einem Wirtschaftswachstum in 2015 von 0,77 Prozent aus. / Copyright: Wikimedia Commons, ACrush
Die brasilianische Zentralbank und andere Finanzinstitute im Land gehen von einem Wirtschaftswachstum in 2015 von 0,77 Prozent aus. / Copyright: Wikimedia Commons, ACrush

Die brasilianische Zentralbank und andere Finanzinstitute im Land gehen von einem Wirtschaftswachstum in 2015 von 0,77 Prozent aus. / Copyright: Wikimedia Commons, ACrush

Weniger als zwei Wochen nach der Herabsenkung des erwarteten Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2015 von drei auf zwei Prozent, hat die brasilianische Regierung die Erwartungen wiederholt runtergeschraubt. Laut einer Stellungnahme des Planungsministeriums wurde die Vorhersage auf 0,8 Prozent korrigiert.

Damit nähert sich die Angabe den Erwartungen des Finanzmarktes an. Laut dem Finanzbericht der brasilianischen Zentralbank, der wöchentlich in Zusammenarbeit mit anderen Finanzinstituten herausgegeben wird, glaubt der Markt an ein Wachstum des BIP für 2015 von 0,77 Prozent. In 2016 soll das Wachstum laut Planungsministerium bei zwei Prozent, in 2017 bei 2,3 Prozent liegen.

Der Primärüberschuss – die Ausgabeneinsparungen, um die Zinsen der öffentlichen Schulden begleichen zu können – wird voraussichtlich insgesamt bei 66,3 Milliarden Reais im kommenden Jahr liegen, wie das Planungsministerium sagt – wobei dieser Betrag noch auf Grundlage eines Wachstums von 1,2 Prozent berechnet wurde.

Die Bundesregierung soll dabei 55,3 Milliarden Reais einsparen (1 Prozent) und die Bundesländer sowie Gemeinden die restlichen elf Millionen Reais (0,2 Prozent). Allerdings wird die Bundesregierung dazu gezwungen sein mehr einzusparen, sollten die Länder und Gemeinden das gesetzte Ziel nicht erreichen.

Für dieses Jahr wurde die Vorhersage über das Wirtschaftswachstum von 0,9 auf 0,5 Prozent gesenkt, wie aus dem Prüfungsbericht zu Erträgen und Aufwendungen von Ende November hervorgeht. Demnach soll der Primärüberschuss für 2016 und 2017 bei zwei Prozent des BIP liegen. (ls)