Mit dem Programm gegen unerlaubte Abfallentsorgung soll in Rio de Janeiro weiter gegen diese Problematik gekämpft werden / Copyright: Agência Brasil
Mit dem Programm gegen unerlaubte Abfallentsorgung soll in Rio de Janeiro weiter gegen diese Problematik gekämpft werden / Copyright: Agência Brasil

Mit dem Programm gegen unerlaubte Abfallentsorgung soll in Rio de Janeiro weiter gegen das Problem gekämpft werden. / Copyright: Agência Brasil

Seit einem Jahr besteht das Programm gegen unerlaubte Abfallentsorgung in Rio de Janeiro bereits, das sogenannte Lixo Zero (etwa „Kein Müll“). Bisher wurden in diesem Rahmen 57.281 Geldstrafen verhängt, die Mehrheit für die Beseitigung von kleinen Abfällen an Orten wie auf der Straße, so der Gemeindeverband für städtische Ordnung (COMLURB). In der Initiative agieren 400 Ordnungshüter in 97 Stadtteilen Rio de Janeiros.

Die Zahlen würden allerdings auch zeigen, dass von den 57.281 verhängten Geldstrafen nur 17.288 tatsächlich von den Bürgern gezahlt wurden. Der Verband erinnerte deshalb daran, dass die Verweigerer in das Serasa-Register mit aufgenommen werden würden. Diejenigen, die gegen das Verbot, Abfälle an unangebrachten Orten zu entsorgen, verstoßen, müssen ihren Personalausweis vorlegen. Diejenigen, die sich weigern, ein offizielles Dokument zu zeigen, werden zur nächsten Polizeistation gebracht. Die Strafen belaufen sich auf 170 bis 3.400 Reais.

Laut Präsident des COMBLURB, Vinícius Roriz, würden die Bewohner Rio de Janeiros Stück für Stück für die Problematik sensibilisiert. Auch glaube er daran, dass sich die Strafen, die sich derzeit auf rund 5.000 Reais pro Monat belaufen, mit dem gesteigerten Bewusstsein langsam verringern werden. In diesem Jahr werde sich der Verband außerdem auf häufige Probleme wie die unregelmäßige Entsorgung, die Hausmüllentsorgung außerhalb der Sammelzeiten sowie auf Bars, Restaurants und andere kommerzielle Einrichtungen konzentrieren, bei denen sehr viel Müll anfällt. (ds)