Der IWF korrigiert seine Konjukturprognosen für Europa und die Welt drastisch nach unten  / Logo des IWF / Copyright: International Monetary Fund

Brasilien soll sich stärker am Internationalen Währungsfonds (IWF) beteiligen / Logo des IWF / Copyright: International Monetary Fund

Das brasilianische Abgeordnetenhaus genehmigte gestern (06.12.) ein Projekt, was die Beteiligung Brasiliens am weltweiten Wirtschaftsgeschehen erhöhen soll. Das Land wird um 0,533 Prozentpunkte stärker am Internationalen Währungsfonds (IWF) teilhaben. Im Moment läge die Beteiligung Brasiliens bei 1,783 Prozent und sie wird damit auf 2,316 Prozent ansteigen. Mit dieser Maßnahme gelangt das Land vom 14. Rang auf den 10. Rang der Länder mit der größten Quote im IWF. Nun wird der Gesetzesvorschlag an den brasilianischen Senat weitergleitet.

Bereits in der Vergangenheit diskutierte man die Erhöhung der Quoten Brasiliens im IWF.

Der Entschluss für Veränderungen im IWF wurde am 15. Dezember letzten Jahres gefasst. Außer der stärkeren Beteiligung Brasiliens sei ebenso eine Reihe von Reformen in der Leitung des IWF angedacht, die die Schwellenländer stärken sollen.

Die geschäftsführenden Direktoren der Mitgliedsstaaten mit dem größten Stimmenanteil (Europa, Japan, Deutschland, Vereintes Königreich und Frankreich), die derzeit von den jeweiligen Regierungen bestimmt werden, sollen nun von den Repräsentanten der restlichen Mitgliedsländer für ein Mandat von zwei Jahren gewählt werden.

Eines der Ziele des Gesetzesvorschlags sei es, mögliche Neuverteilungen von Sitzen der Länder im IWF zu vereinfachen, indem die fünf größten Mitgliedsstaaten Sitze gemeinsam mit anderen Ländern bilden können. (ds)