Das brasilianische Programm zur Reduzierung der Kindersterblichkeit wurde kürzlich von der UN prämiert / Copyright: Agência Brasil
Das brasilianische Programm zur Reduzierung der Kindersterblichkeit wurde kürzlich von der UN prämiert / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Programm zur Reduzierung der Kindersterblichkeit wurde von der UN prämiert. / Copyright: Agência Brasil

Laut Angaben des brasilianischen Instituts für Georgrafie und Statistik IBGE (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) sterben in Brasilien von Tausend geborenen Kindern 16 noch vor dem ersten Lebensjahr. Im Nordosten des Landes ist die Rate noch höher (18 Kinder/1000 Geburten). Vor sieben Jahren wurde das Programm Mãe Coruja Pernambucana zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit ins Leben gerufen, das nun eines der Gewinner des Global Awards der Vereinten Nationen ist.

Zu Beginn wurde das Programm in einer Region mit sehr hoher Kindersterblichkeit gestartet, in Araripe im Bundesstaat Ceará (26 Kinder/1000 Geburten), so berichtete die Koordinatorin des Programms, Milena Lira. Der Erfolg der Initiative: Der Index konnte in den vergangenen Jahren auf 19 Kinder gesenkt werden.

Das Programm funktioniert in Partnerschaft mit den Gesundheitssekretariaten des Bundesstaates und den Gemeinden. In den Gemeinden wurden Einrichtungen geschaffen, in denen sich die bereits schwangeren Frauen registrieren können. Die Einrichtungen begleiten anschließend die Frauen von den pränatalen Untersuchungen bis zur Geburt. Frauen, die aufgrund von Schwangerschaft die Schule verlassen müssen, erhalten Unterstützung zur Wiederaufnahme ihres Bildungsweges.

Durch das Programm werden die Kinder bis zum fünften Lebensjahr begleitet. Derzeit sind 119.000 Frauen und 64.000 Kinder in 103 Gemeinden des Bundesstaates registriert. (ds)