An Rio de Janeiros Krankenhäusern und Notfallstationen wird das neue Programm zu besseren Versorgung von Herzinfarktpatienten Anwendung finden / Copyright: Agência Brasil
An Rio de Janeiros Krankenhäusern und Notfallstationen wird das neue Programm zur besseren Versorgung von Herzinfarktpatienten Anwendung finden / Copyright: Agência Brasil

An Rio de Janeiros Krankenhäusern und Notfallstationen wird das neue Programm zur besseren Versorgung von Herzinfarktpatienten anlaufen. / Copyright: Agência Brasil

Das staatliche Gesundheitssekretariat (Secretaria Estadual de Saúde) hat am vergangenen Donnerstag (17.07.) an der Universität des Bundesstaates Rio de Janeiro (Universidade do Estado do Rio de Janeiro) ein neues Projekt zur besseren Betreuung von akuten Herzinfarktpatienten aufgesetzt, das sogenannte „Linha de Cuidados do Infarto Agudo do Miocárdio“. Ziel des Projekts ist die Entwicklung allgemeiner Pflegestandards für das öffentliche Gesundheitssystems der städtischen Region Rio de Janeiros und die Befähigung von Fachkräften für eine schnellere Diagnose. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es jährlich 300.000 Herzinfarkte im Land.

Laut der Sekretärin des Gesundheitssekretariats, Mônica Almeida, wurde das Projekt mit einem Team von Kardiologen entwickelt sowie mit Koordinatoren, die direkt mit Patienten in der Notaufnahme zusammenarbeiten. Damit wolle man eine frühzeitige Erkennung der Krankheit gewährleisten und eine zeitnahe Behandlung. Das Programm sieht zum Beispiel vor, dass ein Patient mit Verdacht auf Herzinfarkt, der in einer öffentlichen Gesundheitsstation eingeliefert wird, sich direkt einer Untersuchung am Elektrodiagramm unterziehen muss. Ist die Untersuchung positiv, wird der Patient sofort von einem Facharzt weiterbehandelt und es werden erneute Tests durchgeführt. Wenn der Infarkt nicht bestätigt wird, bleibt der Patient unter Beobachtung in der Gesundheitsstation.

Almeida informierte weiterhin darüber, dass das Projekt an öffentlichen Gesundheitsstationen zur Notversorgung angesetzt wird, darunter befinden sich die Krankenhäuser des Bundesstaates und die UPAs (brasilianische Notversorgungszentren). (ds)