Ein Blick von oben auf den Roosevelt-Platz in Sao Paulo, wo die Versammlung stattfinden soll. / Copyright: Wikimedia Commons, Pedu0303
Ein Blick von oben auf den Roosevelt-Platz in São Paulo, wo die Versammlung stattfinden soll. / Copyright: Wikimedia Commons, Pedu0303

Ein Blick von oben auf den Roosevelt-Platz in São Paulo, wo die Versammlung stattfinden soll. / Copyright: Wikimedia Commons, Pedu0303

Anti-WM-Gruppen, soziale Bewegungen und Intellektuelle treffen sich an diesem Dienstag (01.07) zu einer öffentlichen Versammlung, um über die Einsätze von Militär- und Zivilpolizei während der Demonstrationen zu diskutieren. Die Organisatoren gaben an, dass die Versammlung, die für 18 Uhr auf dem Roosevelt-Platz im Zentrum der Stadt angesetzt ist, auch ein Zeichen der Empörung über die Verhaftung des Professors Rafael Marques Lusvarghi, 29 Jahre, und des Studenten Fábio Hideki Harano, 26 Jahre.

Beide wurden am 23. Juni in Haft genommen nach einem Protest gegen die WM auf der Avenida Paulista in São Paulo. Laut der Polizei gehören sie zum „schwarzen Block“ – Aktivisten, die für die Zerstörung des kulturellen Erbes kämpfen. Außerdem werden beiden fünf Straftaten angelastet: kriminelle Vereinigung, Anstiftung zu Gewalt, Widerstand gegen den Staat, Verachtung der Autorität und der Besitz von Sprengstoff.

Die Verteidigung streitet die Zugehörigkeit der beiden zum „schwarzen Block“ ab und erklärt, dass sie vor ihrer Verhaftung friedlich an den Protesten teilgenommen hätten. Laut der Gruppe „Se nao tiver direitos, nao vai ter Copa“ (Wenn es keine Rechte gibt, wird es keine WM geben) müssen Lusvarghi und Harano wieder freigelassen werden, da sie aufgrund von falschen Anschuldigungen.

An der Versammlung auf dem Roosevelt-Platz wollen unter anderem die Bewegung der obdachlosen Arbeiter, die Bewegung für einen kostenlosen ÖPNV, Professoren, Intellektuelle und Menschenrechtler teilnehmen. (ls)