Gruppe von Menschen, die gestern gegen die Korruption protestierten / Copyright: Agência Brasil

Gruppe von Menschen, die gestern gegen die Korruption protestierten / Copyright: Agência Brasil

Trotz des Ausfalls der Demonstrationen gegen Korruption in Brasília protestierte gestern (15.11.) eine Gruppe von 30 Menschen in der brasilianischen Hauptstadt. Bei starkem Regen versammelte sich die Gruppe beim Museum der Republik im Zentrum der Stadt, um einen Protestmarsch anzutreten, der auch in anderen Städten am brasilianischen Feiertag der „Ausrufung der Republik“ (Dia da Proclamação da República) stattfinden sollte.

Die Journalistin Irene Oliveira bekundete, dass es soziale Boykotte des Protestes gegeben hätte, der am Museum der Republik geplant war. Aus diesem Grund nahm Brasília nicht an dem „Nationalen Marsch gegen die Korruption“ teil (Marcha Nacional contra a Corrupção), der zum dritten Mal in Brasília stattfinden sollte. Die „Bewegung gegen die Korruption“ (Movimento contra a Corrupção, kurz: MCC) hätte das Event ausgebremst.

Laut Walter Magalhães, Repräsentant der MMC, wurde Brasília vom Event dieses Jahr aufgrund des verlängerten Feiertags ausgeschlossen. „Wir organisieren keinen Marsch in Brasília, da die Stadt über die Feiertage so leer ist, dass eine niedrige Beteiligung an der Veranstaltung eher eine negative Resonanz mit sich bringen würde“, so Magalhães. Gestern nahm er stattdessen an den Protestbewegungen in Goiânia (Bundestaat Goiás) teil.

Die erste Protestveranstaltung wurde von der MCC am siebten September organsiert, daran nahmen 25.000 Menschen in Brasília teil. Die zweite Veranstaltung fand am zwölften Oktober statt, an der 10.000 Menschen beteiligt waren.

Zu den Zielen der Proteste gegen die Korruption gehören die Verteidigung des Gesetzes „Reines Blatt“ (Lei da Ficha Limpa) sowie die offene Wahl in der Abgeordnetenkammer und im Senat. (ds)