Vor dem Kulturzentrum in Brasília diskutierten Demonstranten über Änderungsvorschläge des Volkes / Copyright: Agência Brasil
Vor dem Kulturzentrum in Brasília diskutierten Demonstranten über Änderungsvorschläge des Volkes / Copyright: Agência Brasil

Vor dem Kulturzentrum in Brasília diskutierten Demonstranten über Änderungsvorschläge des Volkes / Copyright: Agência Brasil

Nach den Protesten der vergangenen Wochen versammelten sich gestern (23.06.) in der brasilianischen Hauptstadt Brasília Vertreter verschiedener sozialer Bewegungen und einzelne Demonstranten vor dem Kulturzentrum Complexo da República der Stadt. Ziel war es, Vorschläge des Volkes zu diskutieren, die schließlich an die öffentlichen Instanzen der Regierung weitergeleitet werden sollen.

Bis zum Nachmittag wurde noch über die Vorgehensweise gesprochen, bis schließlich entschieden wurde, dass Untergruppen gebildet werden sollten, die jeweils für die verschiedenen Themen wie Menschenrechte, Recht und Kriminalisierung, Reformen und politische Beteiligung, Medien und Kommunikation, Strukturwandel und öffentliche Dienste sowie die Fußball-WM verantwortlich waren.

Die Hauptideen wurden vor allem von Bürgerrechtsgruppen wie zum Beispiel der Landlosenbewegung (Movimento dos Trabalhadores Sem Terra), der Marcha das Vadias, Anonymous DF, Acorda Brasília und dem Studentenverband União Nacional dos Estudantes präsentiert. Aber auch interessierte Gruppen und einzelne Personen, die nicht Teil eines Verbandes sind, konnten zu Wort kommen.

In den nächsten Tagen solle nun eine erneute Versammlung stattfinden, auf der man sich auf einheitliche Punkte einigen wolle, die dann an die Regierung weitergeleitet werden.

Neben den ca. 300 Anwesenden auf der Veranstaltung  wurde das Geschehen von der doppelten Anzahl an Polizeibeamten verfolgt. Hierbei sollte einerseits das Recht auf Meinungsäußerung gesichert werden, aber auch im Notfall entsprechend eingegriffen werden können. (ds)