Zuckerrohr / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, R. Uribe

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Die Regierung Brasiliens bereitet zwei neue Provisorische Maßnahmen vor, um die Lagerung und die Produktion von Zuckerrohr, aus dem Ethanol gewonnen wird, zu verbessern. Die erste Maßnahme ermöglicht bessere Steuerkonditionen und Finanzierungsmöglichkeiten für die Ethanol-Lagerung durch Fabriken und erlaubt die Anpassung der Steuern durch den Staatshaushalt. Die zweite Maßnahme beinhaltet die Steuerbefreiung von den CIDE-Abgaben (Contribuição de Intervenção no Domínio Econômico, kurz: CIDE) für Ethanol. Des Weiteren bietet sie Finanzierungshilfen für die Erneuerung von Röhrichten (Biotopen) der Fabriken sowie Kredite für Bau- und Erweiterungsprojekte.

Die erste Provisorische Maßnahme könne schon an das Ministerium für Bergwerk und Energie (Ministério das Minas e Energia) in den nächsten Tagen weitergeleitet werden. Der Erdölverband ANP (Agência Nacional do Petróleo) hat bereits drei Milliarden Reais (ca. 1,26 Milliarden Euro) für die Lagerung von Ethanol beantragt. Die Regierung sucht nach einer Möglichkeit, die interne Versorgung und einen akzeptablen Ethanol-Preis während der Zeit zwischen den Ernten (von Dezember bis März) zu garantieren.

Das US-Agrarministerium USDA hatte gestern (10.10.) mittgeteilt, dass die Zuckerrohrexporte aus Brasilien im Wirtschaftsjahr 2011/2012 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 62 Millionen Tonnen sinken. Zurückzuführen sei dieses Ergebnis auf alte Zuckerrohrbestände und schlechte Wetterbedingungen. (ds)