In Brasília findet gestern und heute das 13. Seminars für ausländische Facharbeiter in Brasilien und brasilianische Arbeiter im Ausland statt / Copyright: Agência Brasil

In Brasília fand gestern und heute das 13. Seminars für ausländische Facharbeiter in Brasilien und für brasilianische Arbeiter im Ausland statt / Copyright: Agência Brasil

Gestern (27.11.) fand die Eröffnung des 13. Seminars für ausländische Facharbeiter in Brasilien und für brasilianische Arbeiter im Ausland (13° Seminário Mão de Obra Estrangeira no Brasil e Brasileira no Exterior) statt. Dabei teilten Spezialisten mit, dass qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zum Wirtschaftswachstum Brasiliens beitragen könnten. Werner Wanderer der Deutsch-Brasilianischen Industrie- und Handelskammer, die das Event organisiert hatte, argumentierte, dass Brasilien qualifizierte Arbeiter bräuchte, da noch einige Defizite vorhanden wären.

Auch die Arbeitsrechtlerin Thais Galo bestätigte, dass die Rechtsprechung Brasiliens die Einstellung von ausländischen Arbeitern erschweren würde. Dadurch würden Firmen, die Ausländer aufnehmen wollen, ein Risiko eingehen, weil die Gesetzgebung unklar ist. „Oft ist es nötig, dass der Arbeiter die Beziehungen zum Ausland fortsetzt. Es ist allerdings in diesen Fällen nicht klar, wer für die Lohnzahlungen verantwortlich ist.“

Rodrigo do Amaral Souza, Leiter der Abteilung für Immigration und Rechtsprechung des Außenministeriums, erinnerte daran, dass es einen Gesetzesentwurf gibt, der Vertragsabschlüsse spezialisierter ausländischer Arbeitskräfte in Brasilien erleichtern soll. Derzeit müssten aber noch die Hindernisse der Rechtsprechung von 1980 überwunden werden, die darauf abzielte, die nationalen Arbeitskräfte zu schützen.

Laut Angaben des Arbeitsministeriums kommt die Mehrheit der ausländischen Arbeiter in Brasilien aus den Vereinigten Staaten. Momentan gibt es 70.000 Arbeitserlaubnisse für Ausländer im Land. (ds)