Einer der wichtigsten Bereiche für die quilombolas ist die Familienlandwirtschaft / Copyright: Agência Brasil
Einer der wichtigsten Bereiche für die quilombolas ist die Familienlandwirtschaft / Copyright: Agência Brasil

Einer der wichtigsten Bereiche für die quilombolas ist die Familienlandwirtschaft / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien findet derzeit die „Woche des Bewusstseins über die schwarze Bevölkerung“ (Semana da Consciência Negra) statt. Dabei soll genau gezeigt werden, wie die Maroons (bras. quilombolas) leben. Die sogenannten quilombolas sind Siedlungen von aus der Sklaverei geflohenen Schwarzen, die sich im 16. Jahrhundert herausbildeten. Bis heute gibt es diese Siedlungen. Die Menschen, die dort leben, bestreiten ihren Lebensunterhalt vor allem durch Familienlandwirtschaftsbetriebe. Des Weiteren sind Kunsthandwerk, kulturelle Produktionen, Gemeinschaftstourismus und der Verkauf von Produkten, die aus den dort produzierten Rohstoffen hergestellt werden, vertreten.

Die Zeit scheint in diesen Gebieten noch stehengeblieben zu sein. Es herrscht ein großes Gemeinschaftsgefühl, die Leute leben ohne Geld, es gibt keine Gewalt und es sind ruhige Orte, an denen man außer Haus gehen und die Tür offen lassen kann. Dieses Szenarium findet sich in den meisten dieser Siedlungen.

Damit die Siedlungen auch weiterhin bestehen können und eventuelle Engpässe überbrückt werden, haben sich beispielsweise die quilombolas der Gemeinschaft Kaonge (im Bundesstaat Bahia) mit anderen Siedlungen zusammengeschlossen, um verschiedene Produkte auszutauschen.

Eine weitere wichtige Branche der quilomolas ist der Tourismus. Denn oft kommen Besucher, die sich für ihr Leben in der Siedlung interessieren und deren Kunsthandwerk kaufen. So wurde Dona Irinéia aus der Gemeinschaft Muquém (im Bundesstaat Alagoas) zum Beispiel mit ihren Skulpturen bekannt und verkaufte Stücke innerhalb Brasiliens und sogar in die USA. (ds)