Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff unterzeichnet den Vertrag, der das Quotengesetz im öffentlichen Dienst ermöglicht / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff unterzeichnet den Vertrag, der das Quotengesetz im öffentlichen Dienst ermöglicht / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff unterzeichnet den Vertrag, der das Quotengesetz im öffentlichen Dienst ermöglicht. / Copyright: Agência Brasil

Im brasilianischen Bundessanzeiger Diário Oficial da União ist am vergangenen Dienstag (10.06.) das neue Quotengesetz für den öffentlichen Dienst veröffentlicht worden, das zehn Jahre Gültigkeit haben wird. Das Gesetz stellt 20 Prozent der Stellen für die schwarze Bevölkerung sicher, die für öffentliche Ämter, in der Bundesregierung, in Kommunen, öffentlichen Stiftungen, öffentlichen Unternehmen und Gesellschaften ausgeschrieben werden.

Das Quotengesetz findet Anwendung, sobald die Anzahl der angebotenen Stellen gleich drei ist oder drei überschreitet. Die Bewerber, die bei ihrer Bewerbung in der Kategorie „Rasse“ schwarz oder dunkelhäutig angeben, so wie das brasilianische Institut für Geografie und Statik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística) kategorisiert, können sich um die reservierten Stellen bewerben. Bei falschen Angaben wird der Kandidat von der Bewerbung ausgeschlossen und es erfolgt eine sofortige Löschung seiner Daten für den öffentlichen Dienst oder die öffentliche Arbeitsstelle.

Bereits im vergangenen Jahr wurde das Quotengesetz an Brasiliens Universitäten eingeführt, mit dem Ziel, die öffentliche Bildung zu verbessern. Seit Ende des Jahres war schließlich auch die Einführung einer Quote im öffentlichen Dienst im Gespräch. Vor allem Luiza Bairros, Ministerin zur Förderung von Rassengleichheit, setzte sich für ein Quotengesetz ein. (ds)