Der Bundesstaat Acre im Westen Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Der Bundesstaat Acre im Westen Brasilien / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung wird 12.000 Lebensmittelpakete an die Flutopfer im Bundesstaat Acre im Westen Brasiliens verteilen lassen. Das Nationale Integrationsministerium teilte gestern (01.03.) mit, dass 10.000 Pakete an die Bevölkerung in zehn Gemeinden gegeben werden. Das Ministerium für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung wird weitere 2.000 Pakete zur Verfügung stellen.

Das Nationale Integrationsministerium wird zudem noch fünf Millionen Reais (ca. 2,2 Millionen Euro) für Notfallaktionen in den betroffenen Städten spenden. Davon gehen vier Millionen Reais an das Landesinnere des Bundesstaates und eine Millionen Reais an die Hauptstadt Rio Branco.

Das Ministerium für soziale Entwicklung und Hungerbekämpfung hatte bereits vergangene Woche 2.800 Lebensmittelpakete gespendet und wird die Auszahlung der Sozialhilfe durch das Programm Bolsa Família an 29.000 Familien früher in die Wege leiten als geplant. Bereits am 19. März werden die betroffenen Familien auf die Unterstützung zugreifen können. Laut des Ministeriums würde weiteren 36 Prozent der Gemeinden des Bundesstaats Acre geholfen und insgesamt fast vier Millionen Reais (ca. 1,7 Millionen Euro) an bedürftige Familien gegeben werden. Diejenigen, die die Zahlung für Februar nicht erhalten haben, könnten sie sofort beanspruchen.

Mehr als 140.000 Menschen sind von der Flut in Acre betroffen. Laut der Regierung des Bundesstaates würde die Höhe des Flusses Rio Acre in Rio Branco 15 Meter erreicht haben. Das sind 1,08 Meter über der Überlaufgrenze. (ds)