Der Leiter des SAE Ricardo Paes de Barros / Copyright: Agência Brasil

Der Leiter des SAE Ricardo Paes de Barros / Copyright: Agência Brasil

Das Sekretariat für strategische Angelegenheiten (Secretaria de Assuntos Estratégicos, kurz: SAE) plant Studien, in deren Rahmen untersucht werden soll, ob kleine nachhaltige Entwicklungsprojekte dazu beigetragen haben, dass die Armut in der Region Rio de Janeiros in den letzten 30 Jahren gesunken ist. Auf dem Land im Bundesstaat Rio de Janeiro konnte man einen Rückgang von 28 auf fünf Prozent feststellen, während in der Stadt selbst ein Rückgang von neun auf vier Prozent zu verzeichnen war.

Man wisse nicht, wie es zu diesem Rückgang gekommen sei, erklärte der stellvertretende Leiter des SAE Ricardo Paes de Barros. Man wolle nun eine Studie ins Leben rufen, welche die Ursachen herausarbeiten solle, damit man ein Modell entwickeln könne, das im ganzen Land angewandt werde, so Paes de Barros.

Ein Projekt im Bundesstaat Rio de Janeiro, das zur Minimierung der Armut beigetragen haben könnte, ist Rio Rural (Ländliches Rio). Im Zuge dieses Projekts lernen die Landwirte, welchen Einfluss sie auf das gesamte Ökosystem haben, wie sie sich nachhaltig verhalten und wie sie dennoch ihren Gewinn steigern können. Um das Projekt im nächsten Jahr fortzusetzen, sicherte die Weltbank eine Million US-Dollar (rund 704.000 Euro) zu.

Es sei noch nicht abzuschätzen, in welche Richtung sich die Ergebnisse der Untersuchung orientieren werden, stellte der Leiter des SAE Moreira Franco fest. Man gehe jedoch davon aus, dass diese sich im Laufe der Untersuchung herauskristallisieren werden. (sg)