Gesundheitsminister Arthur Chioro spricht über die Angleichung der Gehälter kubanischer Ärzte / Copyright: Agência Brasil
Gesundheitsminister Arthur Chioro spricht über die Angleichung der Gehälter kubanischer Ärzte / Copyright: Agência Brasil

Gesundheitsminister Arthur Chioro spricht über die Angleichung der Gehälter kubanischer Ärzte. / Copyright: Agência Brasil

Am vergangenen Freitag (28.03.) kündigte der brasilianische Gesundheitsminister Arthur Chioro eine Angleichung der Löhne von kubanischen Fachärzten um 25 Prozent an. Die Ärzte sind in Brasilien im Rahmen des Programms Mais Médicos („Mehr Ärzte“) tätig, durch das die Gesundheitsversorgung in den Randgebieten des Landes mithilfe ausländischer Ärzte abgesichert werden soll, da es nicht genügend einheimische Ärzte gibt.

Seit März erhalten diese Ärzte nun 1.245 US-Dollar monatlich. Zuvor erhielten die Kubaner 400 US-Dollar der brasilianischen Regierung und 600 US-Dollar der kubanischen. Laut Angaben Chioros sei die Gehaltsangleichung bereits vor seinem Amtsantritt Anfang Februar zwischen der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation (Organização Panamericana de Saúde) und der kubanischen Regierung im Gespräch gewesen. Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff hatte darum gebeten, die Bezahlung der kubanischen Ärzte noch einmal zu thematisieren.

Chioro verneinte außerdem, dass die Lohnerhöhung etwas mit dem Fall Ramona Rodríguez zu tun habe, eine kubanische Ärztin, die das Programm Mais Médicos verlies und in der Hauptstadt Asyl beantragte. Laut Angaben des Bildungsministers sei es grundlegend notwendig, die Situation der Gehälter zu verbessern.

Trotz dieser Aussage besteht im Land die Befürchtung, dass sich auch weitere kubanische Ärzte absetzen und in die USA überlaufen, hauptsächlich nach Florida. Grund dafür sei die schlechte Bezahlung der Ärzte, denn Arbeitskollegen würden teilweise bis zu 10.000 Reais verdienen. (ds)