Im brasilianischen Abgeordnetenhaus wurde die MP genehmigt, durch die Krisengebiete unterstützt werden / Copyright: Agência Brasil
Im brasilianischen Abgeordnetenhaus wurde die MP genehmigt, durch die Krisengebiete unterstützt werden / Copyright: Agência Brasil

Im brasilianischen Abgeordnetenhaus wurde eine neue Maßnahme genehmigt, durch die Krisengebiete unterstützt werden sollen. / Copyright: Agência Brasil

Das brasilianische Abgeordnetenhaus hat am vergangenen Dienstag (22.04.) eine provisorische Maßnahme (MP 637) genehmigt, durch die neue Gelder zur Unterstützung von Personen in Gebieten zur Verfügung gestellt werden, die mit den Auswirkungen von Naturkatastrophen wie Dürre oder starke Regenfälle zu kämpfen haben. Insgesamt stellt die MP einen einmaligen Kredit in Höhe von 1,97 Milliarden Reais (ca. 0,64 Milliarden Euro) für neun Ministerien bereit. Von diesem Gesamtbudget fließen 1,31 Milliarden Reais (rund 0,42 Milliarden Euro) in die Katastrophengebiete. Der Gesetzestext wird nun an den Senat weitergeleitet.

Das Integrationsministerium (Ministério da Integração Nacional) verwaltet die 1,31 Milliarden Reais für die Verteilung von Lebensmitteln und Wasser durch Tankwagen sowie für die Wiederherstellung von Brunnen und der lokalen Infrastruktur. Außerdem fließen die Gelder in die Soforthilfe von Familien, die von Naturkatastrophen betroffen sind und bis zu zwei Mindestlöhne verdienen. Das betrifft vor allem das Einsatzgebiet der Aufsicht zur Entwicklung des Nordostens SUDENE (Superintendência do Desenvolvimento do Nordeste).

Die zweite Hälfte des Geldes, also 440 Millionen Reais, geht an das Ministerium für landwirtschaftliche Entwicklung im Rahmen des Programms „Ernte-Garantie“ (Garantia-Safra). Dabei werden Kleinbauern unterstützt, die ihre Ernten verloren haben. Ein Restbetrag der Finanzen kommt im Landwirtschafts-, Bildung,- Gesundheits- und Sportministerium zum Einsatz sowie im Tourismus- und Städteministerium. (ds)