Die brasilianische Regierung hebt ihre Erwartung für die Inflation in diesem Jahr auf 6,2 Prozent an. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL
Die brasilianische Regierung hebt ihre Erwartung für die Inflation in diesem Jahr auf 6,2 Prozent an. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL

Die brasilianische Regierung hebt ihre Erwartung für die Inflation in diesem Jahr auf 6,2 Prozent an. / Copyright: Wikimedia Commons, HVL

Die Regierung Brasiliens hat die offizielle Vorhersage für das Wirtschaftswachstum des Landes in diesem Jahr von 2,5 Prozent auf 1,8 Prozent gesenkt. Das geht aus dem „Bericht über Einahmen und Ausgaben“ des Ministeriums für Planung, Budget und Management hervor. Neben der Senkung des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hoben die Wirtschaftler die Erwartungen für die Inflation an. Laut des Berichts wird der nationale Verbraucherpreisindex (IPCA) das laufende Jahr mit einem Wert von 6,2 Prozent anstatt 5,2 Prozent, wie eigentlich vorhergesagt, abschließen.

Der Bericht erscheint alle zwei Monate und dient als Informationsgrundlage für die brasilianische Wirtschaft, um die Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben vorherzusagen und für die Handhabung des Gesamthaushaltsplans. An der Ausarbeitung des Berichts ist auch das Sekretariat für Wirtschaftspolitik vom Finanzministerium beteiligt.

Grund für die veränderte Vorhersage über das BIO sind die vom brasilianischen Institut für Geografie und Statistik veröffentlichten Zahlen über das vergangene Quartal. Die erhöhte Inflation basiert auf Daten des Verbraucherpreisindexes bis Juni. Dabei sind die Erwartungen der Regierung noch optimistischer als die Erwartungen des Finanzsektors. Laut des Amtsblatts „Focus“, wöchentlich veröffentlicht von der brasilianischen Zentralbank in Zusammenarbeit mit verschiedenen Finanzinstituten, gehen die Finanzökonomen von einem Wirtschaftswachstum von nur 0,97 Prozent aus und einer Inflation von 6,44 Prozent. (ls)