Die öffentlichen Banken tragen seit 1999 wieder zu mehr als 50 Prozent zur Kreditvergabe bei.. / Copyright: Agência Brasil
Die öffentlichen Banken tragen seit 1999 wieder zu mehr als 50 Prozent zur Kreditvergabe bei.. / Copyright: Agência Brasil

Die Regierung senkt die Aussichten für ein Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. / Copyright: Agência Brasil

Die Regierung in Brasília senkt ihre Wachstumsaussichten für das laufende Jahr. In dem nun veröffentlichten Bericht (Relatório de Receitas e Despesas), der vom Wirtschafts- und Finanzministerium herausgegeben wurde, geht die Regierung von einem BIP von 2,5 Prozent aus. In ihrem letzten Bericht hatte sie noch ein Wachstum von drei Prozent in Aussicht gestellt. Mit der Neubewertung der Wirtschaftsentwicklung folgen die beiden Ministerien der allgemeinen Auffassung der Regierung. Die Zahlen des statistischen Bundesamtes (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) wiesen für das zweite Quartal ein Wachstum von 1,5 Prozent auf.

Die Zentralbank (Banco Central, BC) zeigt sich bei allem ein wenig pessimistischer. In ihrem letzten Bericht, dem Relatório de Inflação, ging sie von einem Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent aus – deutlich weniger als die Regierung mit ihren drei Prozent. Die weiteren Wirtschaftsindikatoren, die Wirtschafts- und Finanzministerium nun vorlegten, entsprechen jedoch den bisherigen Erwartungen. Die Inflation erreicht demnach 5,7 Prozent in diesem Jahr und der Leitzins (Selic) pegelt sich bei durchschnittlich 8,2 Prozent ein.

Der Markt wiederum zeigt sich weniger optimistisch als Regierung und Zentralbank. Letzte Woche veröffentlichte die Agentur Focus ihre Umfrage unter 100 Consulting-Unternehmen über unterschiedliche Wirtschaftsfaktoren. Generell wird für das Jahr 2013 ein PIB von 2,40 Prozent erwartet. (ms)