Immobilienbranche hat Angst vor einem Kollaps. / Copyright: Wikimedia Commons, Lucas Garcia

Die Verlagerung von 22,5 Milliarden Reais auf Immobilienkredite, wie sie vom nationalen Währungsrat in der vergangenen Woche vermeldet worden war, verhindert, dass die Branche kollabiert – davon sind zumindest die Ökonomen und Unternehmen des Immobiliensektors überzeugt. Ein Kollabs sei aufgrund der hohen Zinsen und der Einschränkungen für Wohnungsbaukredite sehr wahrscheinlich.

Der Präsident der Kammer der brasilianischen Bauwirtschaft (CBIC) José Carlos Martins sagte, dass die Konjunkturmaßnahmen zeigen würden, dass die Regierung gegen einen weiteren Abbau der Branche vorgehen konnte. „Die Stärkung der Immobilienkredite zeigt, dass die Regierung ein Auge auf die Immobilienbranche hat. Bis jetzt hatten wir kein einziges Signal in die Richtung erhalten.

Um die Bauwirtschaft zu retten, hatte die Regierung bereits weitere Maßnahmen angekündigt. „Wir gehen davon aus, dass dies nur der Anfang einer Reihe von Maßnahmen ist, um den Sektor wieder auf Kurs zu bringen. Neben dem Immobiliensektor muss die Bauwirtschaft unterstützt werden, was  mit der Ankündigung der öffentlich-privaten Partnerschaften, neuer Infrastrukturkonzessionen und der dritten Phase des PAC (Wachstumsbeschleunigungs-Programm) funktionieren sollte“, so der Geschäftsmann. (ls)

Quelle: Agência Brasil